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340 ukrainische Drohnen auf Moskau: Großteil abgeschossen

Moskaus Bürgermeister Sobjanin meldet massiven Drohnenangriff innerhalb von 24 Stunden – Flugabwehr schoss mehr als 50 Drohnen ab.

340 ukrainische Drohnen auf Moskau: Großteil abgeschossen

Innerhalb von nur 24 Stunden haben ukrainische Streitkräfte 340 Drohnen in Richtung der russischen Hauptstadt Moskau entsandt. Das erklärte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am 14. Juli über seinen Telegram-Kanal. Der Großteil der Flugkörper wurde demnach von russischen Flugabwehreinheiten weit vor der Stadt abgefangen.

„Die meisten von ihnen wurden von den Luftverteidigungskräften in den äußeren Randgebieten neutralisiert", schrieb Sobjanin. „Mehr als 50 feindliche Drohnen wurden auf ihrem Weg nach Moskau zerstört." Ukrainische Drohnen fliegen die russische Hauptstadt regelmäßig an, und Sobjanin liefert fortlaufend Berichte über die Anzahl der von den Flugabwehreinheiten ausgeschalteten Flugkörper.

Angriffe auf russische Ölinfrastruktur intensiviert

Die Ukraine hat ihre Drohnenangriffe zuletzt gezielt auf russische Infrastrukturanlagen ausgeweitet, die vor allem mit der Ölindustrie in Verbindung stehen. Das ukrainische Militär teilte am Dienstag mit, Angriffe auf den petrochemischen Komplex Salawat im Ural sowie auf die Afipski-Raffinerie in Südrussland durchgeführt zu haben. Diese Angriffe auf die Ölinfrastruktur haben bereits zu Benzinengpässen in ganz Russland beigetragen.

Die Strategie, russische Energieversorgung und Treibstoffproduktion zu treffen, gilt als Teil der ukrainischen Bemühungen, die Kriegswirtschaft Russlands zu schwächen. Raffinerien und petrochemische Anlagen sind dabei besonders attraktive Ziele, da ihre Zerstörung direkte wirtschaftliche Folgen für die russische Bevölkerung und das Militär hat.

Russland verstärkt seinerseits Angriffe auf Kiew

Während die Ukraine ihre Drohnenoffensive gegen russisches Territorium ausweitet, haben auch die russischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew in den vergangenen Wochen deutlich intensiviert. Russland feuerte am frühen Dienstag ein Sperrfeuer aus Drohnen und ballistischen Raketen auf Kiew ab – es war der fünfte derartige Angriff auf die ukrainische Hauptstadt allein in diesem Monat.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten 16 Standorte in der Hauptstadt beschädigt, darunter eine Schule und ein Unternehmen. Die Stadtverwaltung meldete zudem mehrere Brände im gesamten Stadtgebiet Kiews.

Der gegenseitige Drohnenkrieg zwischen Russland und der Ukraine hat sich damit zu einem zentralen Element des Konflikts entwickelt. Beide Seiten setzen verstärkt auf unbemannte Flugsysteme, um gegnerische Infrastruktur, Versorgungslinien und städtische Ziele zu treffen. Für die Zivilbevölkerung auf beiden Seiten bedeutet dies anhaltende Bedrohung und Unsicherheit im Alltag.

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