49-Euro-Ticket soll im April kommen
Weiter keine Einigung zur Finanzierung

Das 49-Euro-Ticket, das in ganz Deutschland gilt, soll ab dem 1. April 2023 angeboten werden, wenn es nach den Verkehrsministern der Länder geht. Das sagte Maike Schaefer, Verkehrssenatorin aus Bremen, als Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz. Aber es gibt noch offene finanzielle Fragen, die mit der Bundesregierung geklärt werden müssen.
Dies könnte zu zusätzlichen Kosten führen. Nach Ansicht der Länderverkehrsminister sollten diese Kosten zu gleichen Teilen von Bund und Ländern getragen werden. Schaefer behauptet, dass die Länder zwar bereit sind, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, dass sie aber auch erwarten, dass der Bund dasselbe tun wird.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing hatte vor, das Ticket zu Beginn des Jahres einzuführen. Bund und Länder werden im Laufe des Jahres jeweils drei Milliarden Euro beisteuern, um die entgangenen Einnahmen der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Die Ausgaben müssen bis zu diesem Zeitpunkt entsprechend gekürzt werden, wenn das Ticket erst später im Jahr eingeführt wird.
Die Branche schätzt jedoch, dass das Ticket bis zu 4,7 Milliarden Euro kosten könnte, so Bremens Verkehrssenatorin Schaefer. Vor allem in der Anfangsphase sollte man mit zusätzlichen Ausgaben rechnen, riet sie. Schaefer bemerkte: "Wir können die Verkehrsunternehmen nicht im Regen stehen lassen."
Der Start und die Finanzierung des 49-Euro-Tickets sind noch offen. Die Haushaltsobergrenzen von Bund und Ländern werden vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) kritisiert. Die Konzerne wären für Kostensteigerungen verantwortlich, die z.B. durch steigende Energiepreise verursacht werden. Laut Oliver Wolff, Geschäftsführer des VDV, birgt die monatliche Kündbarkeit des Tickets erhebliche Einnahmerisiken. Das finanzielle Risiko könne von der Bundesregierung nicht vollständig auf die Branche übertragen werden.
Laut Wolff würde sich der Starttermin weiter verschieben, wenn das Finanzierungsproblem bestehen bleibt. Auf der Grundlage der jüngsten Auswertungen der politischen Prozesse "erscheint uns ein Start des Tickets am 1. Mai realistisch."
Bundesverkehrsminister Wissing war bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Gespräche nicht anwesend. Guido Beermann, der brandenburgische Verkehrsminister, äußerte sich enttäuscht darüber, dass es keine Einigung mit Wissing gab. Er behauptete, dass der Minister offenbar nicht über die nötige Autorität verfügte.
Später meldete sich Wissing zu Wort und behauptete, die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten hätten die finanziellen Fragen bereits geklärt. "Das Deutschlandticket ist das, worauf die Bürgerinnen und Bürger warten. Wir brauchen einen nutzerfreundlichen öffentlichen Nahverkehr, der sich an den Bedürfnissen seiner Nutzerinnen und Nutzer orientiert. Je schneller man das Ticket erhält, desto besser." Laut Wissing haben die Ministerpräsidenten der Länder deutlich gemacht, dass sie das Deutschlandticket unterstützen. "Wir gehen davon aus, dass die Verkehrsminister der Länder die Richtlinie der MPK nun konstruktiv umsetzen werden."
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Zur AktienanalyseSchaefer erklärte jedoch, dass sich Bundeskanzler Olaf Scholz und die Ministerpräsidenten der Länder in der kommenden Woche mit der Situation befassen müssen, um sie zu klären.
Die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln war ein Diskussionsthema auf der Verkehrsministerkonferenz. Laut Schaefer haben sich die Minister noch nicht auf ein Enddatum einigen können. Die Minister wollen jedoch, dass alle Gesetze im ganzen Land gleich sind. Die Gesundheitsministerkonferenz und die Konferenz der Ministerpräsidenten werden sich nun auch mit diesem Thema befassen.


