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ABB erweitert Umsatzziele in Zeiten der Energiewende

Megatrends und strategische Maßnahmen stärken ABBs Position im globalen Markt

ABB erweitert Umsatzziele in Zeiten der Energiewende

ABB erwartet in den kommenden Jahren einen kräftigen Aufschwung, angetrieben von den Megatrends der Elektrifizierung und dem allgegenwärtigen Personalmangel in verschiedenen Branchen. Björn Rosengren, CEO des schweizerischen Elektrotechnikkonzerns, äußerte sich zuversichtlich über die zukünftigen Aussichten seines Unternehmens und erhöhte die Umsatzziele, um von diesen Trends zu profitieren.

Das Unternehmen plant über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg ein durchschnittliches Umsatzwachstum von sechs bis neun Prozent anzustreben, im Vergleich zu den zuvor angestrebten vier bis sieben Prozent. Rosengren betonte die Bedeutung der Elektrifizierung und erklärte, dass selbst wenn Kunden nur einen Teil ihrer Pläne umsetzen, dies ABB erhebliche Chancen eröffnen würde. Diese Möglichkeiten erstrecken sich nicht nur auf neue grüne Technologien, sondern auch auf traditionelle Branchen, die sich anpassen müssen, um relevant zu bleiben.

Der laufende Wandel in Richtung einer nachhaltigeren Wirtschaft sei unaufhaltsam und von der Unternehmenswelt akzeptiert worden, unabhängig von politischen Entwicklungen. Ein weiterer langfristiger Trend sei die demografische Veränderung, insbesondere die Alterung der Bevölkerung, die zu einem Personalmangel führt. ABB sieht die Automatisierung als Lösung, um diesem Problem entgegenzuwirken.

Trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage äußerten sich auch andere Unternehmen in der Branche optimistisch. Siemens plant, den Umsatz im Geschäftsjahr 2023/24 um vier bis acht Prozent zu steigern, während Schneider Electric ein organisches Umsatzwachstum von sieben bis zehn Prozent zwischen 2023 und 2027 erwartet.

Neben den allgemeinen Markttrends hat ABB auch intern Maßnahmen ergriffen, um für ein stärkeres Wachstum gerüstet zu sein. Unter der Leitung von Rosengren wurde das Unternehmen dezentralisiert, und einige Geschäftsbereiche wurden verkauft. Die neuen Umsatzziele setzen sich aus einem organischen Wachstum von fünf bis sieben Prozent und einem akquisitionsgetriebenen Wachstum von ein bis zwei Prozent zusammen.

Nachdem ABB in den Jahren 2022 und 2023 jeweils vier Unternehmen erworben hatte, plant das Unternehmen nun, jährlich fünf bis zehn Transaktionen durchzuführen, darunter möglicherweise auch größere Deals. Dies zeigt eine Flexibilität in der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Die operative Ergebnismarge (Ebita) soll ebenfalls angehoben werden, und zwar auf 16 bis 19 Prozent, verglichen mit dem bisherigen Mindestziel von 15 Prozent. Analysten sehen diese Ziele positiv und deuten darauf hin, dass ABB in eine neue Ära des Wachstums eintritt. Dies spiegelt sich auch in der Börsenentwicklung wider, da die Aktien von ABB nach dieser Ankündigung um 2,2 Prozent gestiegen sind.

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