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Abenójar Tungsten bestätigt Wolfram-Projekt El Moto mit 62% IRR

Das spanische Bergbauunternehmen Abenójar Tungsten meldet starke Wirtschaftlichkeitsdaten für sein Wolfram-Projekt El Moto in Spanien.

Abenójar Tungsten bestätigt Wolfram-Projekt El Moto mit 62% IRR

Der europäische Wolfram-Entwickler Abenójar Tungsten hat sein Projekt El Moto in Spanien als langlebigen und margenstarken Wolframbetrieb bestätigt. Die vorläufigen Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie (DFS), die für 2026 abgeschlossen werden soll, weisen bei Rohstoffpreisen im Basisszenario einen internen Zinsfuß (IRR) nach Steuern von beeindruckenden 62% aus. Der Bau des Projekts hat bereits begonnen, der Produktionsstart der Mine ist für das Jahr 2029 geplant.

Laut der Machbarkeitsstudie kann die geplante Untertagebau- und Erzaufbereitungsanlage rentabel 1,5 Millionen Tonnen Erz pro Jahr verarbeiten. Die Erzaufbereitung ist über eine Minenlaufzeit von 18 Jahren ausgelegt und soll sowohl verkaufsfähiges Wolframkonzentrat als auch ein separates Goldkonzentrat produzieren. Dies macht El Moto zu einem der wenigen europäischen Projekte, das gleich zwei strategisch wertvolle Rohstoffe liefern kann.

Starke Wirtschaftlichkeit bei moderaten Investitionskosten

Bei angenommenen Wolframpreisen von 1.415 US-Dollar pro Tonne und Goldpreisen von 3.500 US-Dollar pro Tonne kann das Projekt nach anfänglichen Investitionskosten von 211 Millionen Euro im stabilen Betrieb einen jährlichen Gewinn von rund 357 Millionen Euro erzielen. Grundlage dafür ist eine jährliche Produktion von 422.656 Tonnen Wolframoxid. Die Gesamterhaltungskosten (All-in Sustaining Costs, AISC) liegen bei lediglich 236 Euro pro Tonne – ein Wert, der El Moto als kostengünstigen Betrieb im globalen Vergleich positioniert.

Gonzalo Garcia San Miguel, CEO von Abenójar Tungsten, bezeichnete El Moto als ein „Wolframprojekt von Weltklasse in einer Tier-1-Jurisdiktion". Das Projekt profitiere von einer hochgradigen, oberflächennahen Lagerstätte sowie von der bestehenden regionalen Infrastruktur. Zudem hob er die starke gesellschaftliche Akzeptanz des Vorhabens hervor – ein Faktor, der bei Bergbauprojekten in Europa zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Das Unternehmen betont darüber hinaus das erhebliche Wachstumspotenzial des Projekts: Die geplante 18-jährige Produktionsdauer deckt lediglich 25% der gesamten Ressourcen ab. Es bestehe damit erheblicher Spielraum für die Umwandlung weiterer Ressourcen in Reserven sowie für eine Erweiterung des Minenplans.

Strategische Bedeutung und staatliche Förderung

Wolfram gilt als kritischer Rohstoff für zahlreiche Schlüsselindustrien der modernen Gesellschaft, darunter die Rüstungs-, Halbleiter- und Werkzeugindustrie. Die strategische Bedeutung des Metalls spiegelt sich auch im aktuell anziehenden Spotpreis wider. Vor diesem Hintergrund wurde El Moto bereits im Rahmen des europäischen Gesetzes über kritische Rohstoffe (Critical Raw Materials Act) als strategisches Projekt der EU eingestuft.

Die spanische Regierung hat die Bedeutung des Projekts zusätzlich unterstrichen und regionale Fördermittel in Höhe von 12,6 Millionen Euro für El Moto genehmigt. Diese staatliche Unterstützung soll das Engagement von Abenójar Tungsten für nachhaltigen Bergbau, die Förderung des lokalen Wirtschaftswachstums und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region stärken.

Für deutsche Anleger und Industrieunternehmen ist die Entwicklung von El Moto von besonderem Interesse: Deutschland ist einer der größten Wolfram-Verbraucher Europas, und eine neue, verlässliche Versorgungsquelle innerhalb der EU könnte die Abhängigkeit von Importen aus China – dem weltweit dominierenden Wolfram-Produzenten – spürbar reduzieren.

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