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Adidas wächst erneut in wichtigen Märkten

China und Nordamerika treiben Umsätze durch regionale Anpassungen

Adidas wächst erneut in wichtigen Märkten

Der Sportartikelhersteller Adidas zeigt in wichtigen Märkten wieder ein Umsatzwachstum, insbesondere in China und Nordamerika. Im dritten Quartal stiegen die Erlöse des Unternehmens in China währungsbereinigt um neun Prozent auf 946 Millionen Euro. Dies ist das höchste Umsatzniveau seit Anfang 2022, wie Adidas in einer aktuellen Mitteilung aus seinem Hauptsitz in Herzogenaurach bekannt gab. Auch insgesamt verzeichnet Adidas nach neun Monaten ein Umsatzplus von neun Prozent. Die Entwicklung ist bemerkenswert, da westliche Mode- und Sportmarken in China in den letzten Jahren durch das gestiegene Interesse an einheimischen Marken zunehmend Marktanteile verloren haben.

Um die chinesische Kundschaft wieder verstärkt anzusprechen, hat Adidas unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Björn Gulden Designs entwickelt, die speziell auf den Geschmack der chinesischen Verbraucher abgestimmt sind. Diese Strategie zeigt Erfolge, obwohl die chinesische Wirtschaft in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld agiert. Gulden betonte in einer Erklärung, dass das starke Wachstum in China und die unerwartet schnelle Rückkehr zu positiven Zahlen in Nordamerika eine optimistische Perspektive für die mittelfristige Zukunft des Unternehmens bieten. Bereits Mitte Oktober hatte Adidas die Jahresprognose zum dritten Mal angehoben und erwartet nun ein operatives Ergebnis von 1,2 Milliarden Euro, das 200 Millionen Euro über den bisherigen Erwartungen liegt. Zudem wird ein Umsatzanstieg von rund zehn Prozent währungsbereinigt angestrebt.

Im nordamerikanischen Markt zeigte sich im dritten Quartal ein gemischtes Bild. Der Umsatz sank dort um sieben Prozent, was jedoch auf den Schlussverkauf von „Yeezy“-Schuhen des ehemaligen Partners Kanye West im Vorjahr zurückzuführen ist. Ohne diesen sogenannten „Yeezy“-Effekt hätte Adidas auch in Nordamerika ein Umsatzplus verzeichnen können. Die USA und Kanada bleiben mit einem Umsatz von 1,36 Milliarden Euro der zweitgrößte Markt für Adidas, hinter Europa. Auch in Europa konnte Adidas Erfolge verbuchen: Dort stieg der Umsatz im Zeitraum von Juli bis September um 18 Prozent.

Der Verkauf der verbleibenden „Yeezy“-Bestände war eine Konsequenz aus der Trennung von Kanye West, nachdem Adidas die Zusammenarbeit aufgrund von Kontroversen beendet hatte. Die noch produzierten „Yeezy“-Artikel wurden dennoch nach und nach verkauft, um unnötige Lagerbestände zu vermeiden.

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