Air-Canada-CEO Rousseau tritt nach Quebec-Sprachstreit zurück
Der Rücktritt von Air-Canada-Chef Michael Rousseau folgt massivem politischen Druck aus der frankophonen Provinz Quebec.

Air-Canada-CEO Michael Rousseau verlässt seinen Posten zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Nationalversammlung von Quebec hatte kurz zuvor fast einstimmig einen Antrag verabschiedet, der Rousseaus Umgang mit der französischen Sprache scharf verurteilte und seinen Rücktritt forderte.
Der politische Druck auf den Air-Canada-Chef hatte sich in den vergangenen Wochen erheblich verstärkt. Québecer Gesetzgeber kritisierten Rousseau schon länger dafür, dass er trotz seiner Position an der Spitze der kanadischen Nationalfluggesellschaft kaum Französisch spricht – ein hochsensibles Thema in der frankophonen Provinz.
Flugzeugabsturz in LaGuardia verschärft die Lage
Zusätzlich belastet wurde Rousseaus Position durch den Absturz einer Air-Canada-Maschine am Flughafen LaGuardia, bei dem zwei Piloten ums Leben kamen. Im Anschluss an den Unfall nutzten Québecer Parlamentarier den Vorfall, um ihre Forderung nach einem personellen Neuanfang an der Konzernspitze zu unterstreichen.
Die Kombination aus dem Sprachenstreit und dem tragischen Unglück machte Rousseaus Position zunehmend unhaltbar. Air Canada steht als nationale Fluggesellschaft Kanadas unter besonderer Beobachtung, da das Land offiziell zweisprachig ist und Quebec die Verwendung des Französischen gesetzlich schützt.
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Zur AktienanalyseFür deutsche Anleger ist Air Canada vor allem als bedeutender Transatlantik-Carrier relevant. Personalwechsel an der Konzernspitze können kurzfristig für Unsicherheit sorgen, bieten aber auch die Chance auf strategische Neuausrichtung.


