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Air New Zealand streicht 1.100 Flüge wegen explodierender Kerosinpreise

Der Iran-Krieg treibt die Treibstoffkosten in die Höhe und zwingt die neuseeländische Airline zu massiven Streichungen.

Air New Zealand streicht 1.100 Flüge wegen explodierender Kerosinpreise

Air New Zealand streicht bis Anfang Mai rund 1.100 Verbindungen – das entspricht 5% aller geplanten Flüge. Grund ist der drastische Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Krieges, der den globalen Luftfahrtsektor in die schwerste Krise seit der Pandemie gestürzt hat. Rund 44.000 der 1,9 Millionen betroffenen Passagiere müssen umgebucht werden.

CEO Nikhil Ravishankar erklärte gegenüber Radio New Zealand, dass vor allem Inlandsverbindungen betroffen seien. Regionen wie die Weinbauregion Marlborough und die Westküstenstadt New Plymouth werden in den kommenden Wochen deutlich weniger Flugverbindungen haben. Langstreckenflüge sollen hingegen seltener gestrichen werden.

"Die Menschen wollen weiterhin nach Europa, und über den US-Luftraum können wir sie dorthin bringen. Darauf konzentrieren wir uns", sagte Ravishankar. US-Routen haben seit den weiträumigen Luftraumsperrungen im Nahen Osten stark an Bedeutung gewonnen.

Globale Luftfahrt unter Druck

Air New Zealand steht nicht allein: Auch Qantas Airways, die skandinavische SAS und Thai Airways kündigten in dieser Woche Preiserhöhungen an. Die Aktien von Air New Zealand, Cathay Pacific, Qantas und Japan Airlines verloren am Donnerstag jeweils rund 1%.

Der Konflikt im Nahen Osten hat den Luftraum durch Drohnen- und Raketenbeschuss massiv eingeschränkt. Am Mittwoch stürzten zwei Drohnen in der Nähe des Flughafens Dubai ab – dem weltweit geschäftigsten internationalen Drehkreuz. Bahrain evakuierte Flugzeuge, während Angriffe auf die Golfinfrastruktur den Flugverkehr weiter lähmten.

Die Ölpreise stiegen am Donnerstag weiter, nachdem iranische Boote mit Sprengstoff zwei Öltanker getroffen hatten. Der Iran drohte mit einem Ölpreis von 200 US-Dollar pro Barrel – ein Niveau, das die Betriebskosten der Airlines weiter in die Höhe treiben würde.

Airlines suchen Ausweichrouten

Viele Fluggesellschaften meiden inzwischen den Nahen Osten und wählen längere Alternativrouten. Cathay Pacific hat Flüge nach Dubai und Riad bis Ende März gestrichen und bietet stattdessen mehr Verbindungen nach London und Zürich an. Thai Airways profitiert bereits von der gestiegenen Nachfrage auf Asien-Europa-Verbindungen, die den Nahen Osten umgehen.

Die Auswirkungen reichen weit über die Konfliktregion hinaus: Vietnam warnte, dass inländischen Fluggesellschaften bereits im nächsten Monat Treibstoffengpässe drohen könnten. Auf bestimmten Strecken sind die Ticketpreise bereits auf astronomische Niveaus gestiegen, was Experten eine deutliche Abschwächung der globalen Reisenachfrage befürchten lässt.

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