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Air New Zealand streicht Flüge und erhöht Ticketpreise wegen Iran-Krieg

Steigende Kerosinkosten durch den Iran-Krieg zwingen Air New Zealand zu massiven Flugstreichungen im Mai und Juni.

Air New Zealand streicht Flüge und erhöht Ticketpreise wegen Iran-Krieg

Air New Zealand hat am Dienstag angekündigt, im Mai und Juni rund 4% seiner Flüge zu streichen und gleichzeitig die Ticketpreise zu erhöhen. Als Hauptgrund nennt die Fluggesellschaft die durch den Iran-Krieg verursachten Störungen im weltweiten Flugverkehr sowie drastisch gestiegene Kerosinpreise. Von den Streichungen betroffen sind etwa 1% aller Passagiere, die für Reisen in diesem Zeitraum gebucht haben.

„Wie Fluggesellschaften weltweit erleben auch wir Kerosinpreise, die mehr als doppelt so hoch sind wie üblich", erklärte ein Sprecher von Air New Zealand. Die explodierenden Treibstoffkosten machen eine Konsolidierung des Flugplans unumgänglich. Kerosin zählt zu den größten Kostenpositionen im Luftfahrtgeschäft – wenn sich dieser Preis mehr als verdoppelt, geraten selbst gut aufgestellte Airlines unter erheblichen Druck.

Bereits zweite Streichungsrunde innerhalb eines Monats

Es ist nicht das erste Mal, dass Air New Zealand auf die Folgen des Iran-Krieges reagiert. Bereits im März – rund zwei Wochen nach Kriegsbeginn – hatte die Fluggesellschaft angekündigt, 5% ihrer Flüge bis Anfang Mai zu streichen. Die nun bekanntgegebene Maßnahme ist damit bereits der zweite derartige Schritt innerhalb von knapp einem Monat und zeigt, wie nachhaltig der Konflikt die internationale Luftfahrtbranche belastet.

Betroffene Kunden sollen ab Montag, 21:00 Uhr GMT, über die Änderungen informiert werden. Air New Zealand gab an, dass alle Benachrichtigungen bis Ende der Woche abgeschlossen sein sollen. Passagiere mit gebuchten Flügen im Mai und Juni sollten daher ihre E-Mails und Buchungsbestätigungen im Auge behalten.

Gesperrte Luftfahrt-Drehkreuze verschärfen die Lage

Neben den Kerosinkosten belasten auch Sperrungen wichtiger Luftfahrt-Drehkreuze im Nahen Osten die gesamte Branche zusätzlich. Diese Einschränkungen zwingen Fluggesellschaften weltweit zu Umwegen, was den Treibstoffverbrauch weiter erhöht und die Betriebskosten in die Höhe treibt. Für eine Fluggesellschaft wie Air New Zealand, die auf langen Interkontinentalstrecken operiert, sind solche Umwege besonders kostspielig.

Die Situation verdeutlicht, wie stark geopolitische Konflikte die globale Luftfahrtindustrie treffen können. Steigende Ticketpreise und reduzierte Flugpläne sind dabei nicht nur ein Problem für Air New Zealand – sie sind ein branchenweites Phänomen, das Reisende rund um den Globus betrifft. Für deutsche Urlauber und Geschäftsreisende, die Verbindungen über betroffene Regionen nutzen, können sich ähnliche Auswirkungen auch bei anderen Fluggesellschaften zeigen.

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