Air Products: Nahostkonflikt belastet Europageschäft durch höhere Energiekosten
Steigende Energiepreise und Heliumknappheit infolge des Nahost-Krieges treffen den US-Industriegasriesen empfindlich.

Der US-Industriegaskonzern Air Products spürt die Folgen des Nahostkonflikts in seinem Europageschäft. CEO Eduardo Menezes erklärte am Mittwoch auf einer JPMorgan-Konferenz, dass vor allem breit gestiegene Energiekosten das Geschäft belasteten. Trotz einiger Werksschließungen seien die Gesamtauswirkungen bislang begrenzt geblieben.
Menezes betonte, dass größere Unterbrechungen der eigenen Produktion bisher ausgeblieben seien. Die gestiegenen Energiekosten in Europa seien primär auf die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen. Das Unternehmen beobachte die Lage weiterhin genau.
Heliummarkt unter Druck
Besonders kritisch ist die Lage auf dem Heliummarkt. Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die Erdgasverarbeitung in Katar schwer beeinträchtigt. Da Helium als Nebenprodukt der LNG-Verarbeitung anfällt, sind die Heliumpreise infolgedessen kräftig gestiegen.
Air Products hat nach Angaben von Menezes bereits Notfallmaßnahmen eingeleitet. Dazu gehören der Rückgriff auf bestehende Lagerbestände sowie eine höhere Auslastung der US-amerikanischen Verflüssigungsanlagen. Gleichzeitig versicherte der CEO, dass die Branche Wege finden werde, die Versorgung kritischer Kunden auch bei anhaltenden Störungen sicherzustellen.
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Zur AktienanalyseMenezes warnte jedoch vor einer strukturell erhöhten Volatilität am Heliummarkt. Als Hauptgrund nannte er den Verkauf der US-Regierungsreserven im Jahr 2024, der die Marktpuffer erheblich reduziert habe. Die eigenen Produktionskapazitäten von Air Products in Katar seien zudem begrenzt, was die Abhängigkeit von stabilen Lieferketten unterstreiche.


