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Aktienrotation: Tech-Werte unter Druck, Zykliker gefragt

Die Umschichtung von hochbewerteten Technologieaktien in zyklische Werte und Value-Aktien gewinnt an Fahrt. Während Tech-lastige Indizes wie der Nikkei nachgeben, erreichen breitere Märkte neue Rekordstände.

Aktienrotation: Tech-Werte unter Druck, Zykliker gefragt

An den globalen Aktienmärkten vollzieht sich eine bemerkenswerte Rotation: Anleger schichten ihre Portfolios zunehmend von den hochbewerteten Technologiewerten, die im vergangenen Jahr die Rekord-Rallyes anführten, in zyklische Aktien und Value-Titel um. Diese Entwicklung zeigt sich besonders deutlich in Japan und den USA.

Nikkei verliert, Topix steigt

Der technologielastige japanische Nikkei-Index fiel um 1 Prozent, obwohl er in der vorherigen Handelssitzung noch ein Allzeithoch erreicht hatte. Im Gegensatz dazu setzte der breiter aufgestellte Topix-Index seinen Rekordlauf mit einem Plus von 0,4 Prozent fort. Diese Divergenz verdeutlicht die Verschiebung der Anlegergunst.

Russell 2000 übertrifft S&P 500

Ein ähnliches Bild zeigt sich in den USA: Der Small-Cap-Index Russell 2000 legte über Nacht um 0,7 Prozent zu, während der S&P 500 um 0,5 Prozent nachgab. Die Rotation weg von den großen Tech-Giganten wird damit zunehmend sichtbar.

Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com, bewertet diese Entwicklung positiv: Auch wenn starke Kursverluste bei Schwergewichten wie Apple, Meta und Microsoft zu bedrohlich wirkenden Rückgängen in den großen Indizes führen könnten, handele es sich in Wahrheit um eine gesunde Verbreiterung der Marktstärke.

Europa setzt Rekordjagd fort

Für die europäischen Märkte deuten die Futures auf eine Fortsetzung der am Mittwoch in Großbritannien und anderen Teilen der Region erreichten Rekordhochs hin. Die positive Stimmung wird durch nachlassende geopolitische Risiken gestützt.

Entspannung bei geopolitischen Risiken

US-Präsident Donald Trump teilte mit, er habe von einer Einstellung der Tötung von Demonstranten im Iran gehört, was die Wahrscheinlichkeit eines US-Militäreinsatzes verringert. Diese Nachricht führte dazu, dass Rohöl von seinen Mehrjahreshochs deutlich zurückkam. Auch der als sicherer Hafen geltende Goldpreis gab von seinem Allzeithoch nach.

Zudem entschärfte Trump die Spannungen mit der US-Notenbank Federal Reserve, indem er erklärte, er habe keine Pläne, Fed-Chef Jerome Powell zu entlassen. Dies geschah ungeachtet strafrechtlicher Ermittlungen wegen Kostenüberschreitungen bei Renovierungen des Fed-Hauptquartiers.

Grönland-Frage bleibt ungeklärt

In seinem Bestreben, Grönland zu kaufen, gibt Trump jedoch nicht nach. Er bekräftigte, dass die USA das autonome dänische Territorium benötigen. Die Außenminister Grönlands und Dänemarks verließen ein wichtiges Treffen in Washington mit der wiederholten Aussage, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe.

Wichtige Konjunkturdaten im Fokus

Am Donnerstag stehen wichtige Wirtschaftsdaten an, die die Märkte beeinflussen könnten: In Großbritannien werden BIP-Schätzung, Dienstleistungs- und Industrieproduktion sowie die Produktionsleistung des verarbeitenden Gewerbes veröffentlicht. Aus Frankreich, Spanien und Schweden kommen Verbraucherpreisindizes, Deutschland meldet das BIP für das Gesamtjahr, und die Eurozone gibt Zahlen zur Industrieproduktion bekannt.

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