Alibaba-Aktie steigt 4% nach Qwen-KI-Integration in Apple Intelligence
Chinas Internetbehörde genehmigt Apple-KI-Dienste – Alibabas Qwen-Modell wird in Apple-Systeme integriert.

Die an US-Börsen notierten Aktien des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba legten am Mittwoch im vorbörslichen Handel um rund 4% zu. Auslöser war die Bestätigung, dass Alibabas KI-Modell Qwen in Apple-Systeme auf dem chinesischen Markt integriert wird. Zuletzt notierten die ADR-Aktien von Alibaba noch 3,7% im Plus.
Die chinesische Internetbehörde Cyberspace Administration of China (CAC) hat die KI-Dienste von Apple offiziell in eine Liste zugelassener Anbieter aufgenommen. Diese Liste umfasst auch Produkte einheimischer chinesischer Unternehmen wie Huawei. Apple selbst hat sich auf Anfrage bislang nicht zu dem Vorgang geäußert.
Langer Weg zur Genehmigung in Peking
Die Zulassung markiert das Ende eines langen Genehmigungsprozesses. Seit Apple seinen KI-Dienst erstmals im Jahr 2024 ankündigte, wartete der US-Konzern auf die Freigabe durch die chinesischen Behörden. In dieser Zeit hat sich die technologische Rivalität zwischen den USA und China erheblich verschärft, da beide Länder intensiv um die globale Vorherrschaft im Bereich der Künstlichen Intelligenz konkurrieren.
Die Apple-Qwen-Integration bietet Nutzern direkten Zugang zu den Fähigkeiten des Modells. Laut einem Alibaba-Sprecher ermöglicht sie „Text- und Bildverständnis sowie deren Generierung, ohne zwischen verschiedenen Tools wechseln zu müssen." Damit wird Qwen nahtlos in das Apple-Ökosystem eingebettet.
Geopolitischer Kontext: KI-Rivalität zwischen USA und China
Die Kooperation zwischen Apple und Alibaba steht im Spannungsfeld einer zunehmend angespannten Tech-Geopolitik. So untersagte Alibaba seinen eigenen Mitarbeitern Anfang des Monats die Nutzung der KI des US-amerikanischen Unternehmens Anthropic. Gleichzeitig prüfen US-Gesetzgeber Maßnahmen, um die wachsende Verbreitung chinesischer KI-Modelle bei heimischen Unternehmen einzudämmen.
Auch der US-Technologieriese Meta geriet zuletzt in das Kreuzfeuer dieser Rivalität. Berichten zufolge wurde Meta gezwungen, seine geplante Übernahme des chinesischen Unternehmens Manus im Wert von 2 Milliarden US-Dollar rückgängig zu machen, nachdem Peking die Auflösung des Deals angeordnet hatte.
PrismML: Qwen-Modell auf das iPhone verkleinert
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Zur AktienanalyseParallel zur Apple-Qwen-Integration gibt es technologische Fortschritte bei der Miniaturisierung des Modells. Das Start-up PrismML, eine von Khosla Ventures unterstützte Ausgründung des California Institute of Technology, veröffentlichte am Dienstag komprimierte Versionen von Alibabas Open-Source-Modell Qwen.
PrismML gab an, das Modell von rund 54 GB auf weniger als 4 GB reduziert zu haben. Damit können alle 27 Milliarden Parameter des Modells direkt auf einem iPhone 15 oder neueren Geräten ausgeführt werden – ganz ohne Cloud-Anbindung. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Berichten, wonach Apple in Gesprächen mit PrismML steht, das nach eigenen Angaben leistungsstarke KI-Modelle so weit verkleinern kann, dass sie nativ auf einem iPhone laufen. Der CEO des Start-ups bestätigte dies gegenüber CNBC am Dienstag.
Die Entwicklungen zeigen, wie eng KI-Kooperationen und geopolitische Spannungen inzwischen miteinander verflochten sind – und welche Bedeutung der chinesische Markt für globale Tech-Konzerne wie Apple weiterhin hat.


