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Allianz beteiligt sich an Bitcoin-Anleihe von Microstrategy

Indirekter Kryptomarkt-Zugang durch spekulative Wandelanleihen und strategische Partnerschaften

Allianz beteiligt sich an Bitcoin-Anleihe von Microstrategy

Die Allianz, Europas größter Versicherer, ist über eine Partnergesellschaft indirekt in den Bitcoin-Markt involviert. Bloomberg-Daten zufolge hat diese Gesellschaft rund ein Viertel einer kürzlich ausgegebenen Anleihe der US-Firma Microstrategy erworben. Neben der Allianz erscheinen auf der Liste der Investoren auch Namen wie State Street, Blackrock und Deutsche Bank, jedoch mit deutlich kleineren Anteilen.

Die Anleihe ermöglicht indirekten Zugang zum Bitcoin-Markt. Laut Angaben von Allianz Global Investors (AGI), einer Fondstochter des Konzerns, wurden die Papiere durch den Vermögensverwalter Voya Investment Management gekauft. Diese Anleihen flossen in Publikumsfonds von AGI, die in Europa und Asien vertrieben werden. Von der Allianz-Konzernmutter gab es hierzu zunächst keinen Kommentar. AGI hält knapp ein Viertel der Anteile an Voya und ist durch eine strategische Partnerschaft mit dem Unternehmen verbunden. Diese Kooperation entstand 2022, nachdem AGI in den USA aufgrund von Regelverstößen ein zehnjähriges Geschäftsverbot erhielt.

Die von Microstrategy ausgegebene Anleihe wird als spekulativ betrachtet. Das Unternehmen, gegründet von Michael Saylor, plant, die Einnahmen aus der Anleihe in Höhe von insgesamt drei Milliarden US-Dollar für den Kauf von Bitcoin zu verwenden. Die Wandelanleihen können später in Aktien umgewandelt werden. Laut Bloomberg hat die Allianz mehr als 160 Millionen Dollar dieser Anleihen gezeichnet, darunter eine Tranche im Wert von knapp 150 Millionen Dollar mit einem Kupon von 0,875 Prozent und einer Laufzeit bis 2031. Ein bedeutender Anteil dieser Investition entfällt auf den Fonds „Allianz Income and Growth“, der Anleihen im Wert von über 80 Millionen Dollar hält.

Das Geschäftsmodell von Microstrategy bietet durch den Kauf und die Refinanzierung von Bitcoin über Aktien und Anleihen einen indirekten Zugang zum Kryptomarkt. Die Anleihen gelten zwar als relativ sicher, ihre Bonität hängt jedoch stark von der Stabilität des finanzierten Vermögens ab. Laut Marktbeobachtern könnte dieses Modell einen Einfluss auf den Bitcoin-Preis haben, insbesondere durch die Hebelwirkung der auf Kredit basierenden Investments.

Microstrategy selbst hat an der Börse erheblich an Wert gewonnen und wird mit mehr als dem Dreifachen ihrer Bitcoin-Reserven bewertet. Der Erfolg des Unternehmens wird auch als Resultat von regulatorischen Einschränkungen gesehen, die anderen Marktteilnehmern den direkten Zugang zu Kryptowährungen erschweren. Diese Dynamik wird sowohl in Fachkreisen als auch in sozialen Medien intensiv diskutiert.

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