Allianz plant starkes Gewinnwachstum bis 2027
Höhere Ausschüttungen, Produktivitätssteigerung und Fokus auf Kundenzufriedenheit angekündigt

Die Allianz hat ehrgeizige finanzielle Ziele für die kommenden drei Jahre festgelegt. Bis 2027 strebt der Münchener Versicherer ein jährliches Gewinnwachstum pro Aktie von sieben bis neun Prozent an, ausgehend von einem aktuellen Stand von 25 Euro. Zudem soll die Eigenkapitalrendite auf mindestens 17 Prozent steigen, nachdem sie derzeit bei etwa 16,5 Prozent liegt. Diese Pläne wurden im Rahmen des Kapitalmarkttags vorgestellt. Vorstandschef Oliver Bäte betonte, dass der Erfolg der kundenorientierten Strategie in ein widerstandsfähigeres und kapitaleffizienteres Wachstum für die Aktionäre übersetzt werden solle.
Die Allianz plant, in den kommenden Jahren Barmittel von über 27 Milliarden Euro zu erwirtschaften und eine Solvenzquote von 24 bis 25 Prozentpunkten zu erzielen. Besonders bemerkenswert ist die Absicht, mindestens drei Viertel des Gewinns an die Aktionäre auszuschütten. Dies umfasst weiterhin eine direkte Ausschüttung von 60 Prozent des Nettogewinns und zusätzliche Rückgaben von mindestens 15 Prozent über Aktienrückkäufe. Seit 2017 hat das Unternehmen bereits eigene Aktien im Wert von etwa 14 Milliarden Euro zurückgekauft.
Im Vergleich zum vorherigen Strategieplan aus dem Jahr 2021 wurden die Ziele deutlich angehoben. Damals lag das angestrebte jährliche Gewinnwachstum bei fünf bis sieben Prozent, während die Eigenkapitalrendite mit über 13 Prozent veranschlagt war. Die aktuelle Planung sieht zudem ein jährliches Umsatzwachstum von sechs bis sieben Prozent im Segment der Schaden- und Unfallversicherung vor, das bis 2027 ein operatives Ergebnis von 9,5 Milliarden Euro erreichen soll. Auch die Lebens- und Krankenversicherung sowie die Vermögensverwaltung sollen signifikant wachsen.
Besonderes Augenmerk legt die Allianz auf die Verbesserung der Kundenzufriedenheit und -bindung. Der Net Promoter Score soll als Maßstab für langfristige Kundenloyalität dienen. Ziel ist es, Kundinnen und Kunden zu halten, um die Kosten für die Neukundengewinnung zu senken. Auch sieht der Konzern großes Potenzial in der steigenden Nachfrage nach integrierten Schutz- und Vorsorgelösungen, die durch gesellschaftliche Entwicklungen wie steigende Gesundheitskosten oder unzureichend geschützte Immobilien befördert wird.
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Zur AktienanalyseIm Bereich der Vermögensverwaltung gibt es hingegen vorerst keine neuen Entwicklungen bezüglich eines Zusammenschlusses mit Amundi. Gespräche mit dem Rivalen wurden offenbar auf Eis gelegt. Vorstandschef Bäte bleibt dennoch optimistisch und sieht die Allianz gut gerüstet, um in den kommenden Jahren wirtschaftlich und finanziell widerstandsfähiger zu werden.


