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Aluminum Corp of China: Goldman-Abstufung lässt Aktie einbrechen

Goldman Sachs stuft Chalco auf „Verkaufen" herab und senkt das Kursziel drastisch – die Aktie verliert daraufhin 8,8 Prozent.

Aluminum Corp of China: Goldman-Abstufung lässt Aktie einbrechen

Die Aktie der Aluminum Corp of China (Chalco) hat am Montag einen deutlichen Kursrückgang erlitten. Das Papier fiel um 8,8 Prozent auf 9,42 Hongkong-Dollar, nachdem Goldman Sachs die Einstufung des Titels von „Neutral" auf „Verkaufen" gesenkt hatte.

Gleichzeitig kappte das US-amerikanische Analysehaus sein Kursziel für Chalco erheblich: von bislang 12,50 HK-Dollar auf nunmehr 7,50 HK-Dollar. Das entspricht einem Rückgang des Kursziels um rund 40 Prozent und verdeutlicht, wie pessimistisch Goldman Sachs die Aussichten für den chinesischen Aluminiumkonzern einschätzt.

Überangebot bei Aluminium belastet den Ausblick

Als Begründung für die Herabstufung nannte Goldman Sachs wachsende Anzeichen für ein zunehmendes Aluminium-Angebot – sowohl innerhalb Chinas als auch auf dem Weltmarkt. Diese Entwicklung deute auf einen schwächeren Preisausblick für das Leichtmetall hin, was sich direkt negativ auf die Ertragsperspektiven von Chalco auswirke.

Zusätzlichen Druck auf den Kurs übten Daten aus, die am 12. Juni veröffentlicht wurden. Demnach verzeichnete Chalco an einem einzigen Handelstag einen der stärksten Rückgänge des Anteilsbesitzes über den Hong Kong Stock Connect unter allen börsennotierten Unternehmen. Der Stock Connect ist eine Handelsverbindung zwischen den Börsen Hongkong, Shanghai und Shenzhen, über die sowohl Festlandchinesen als auch internationale Investoren grenzüberschreitend handeln können. Die Daten signalisieren, dass beide Anlegergruppen ihr Engagement in der Aktie aktiv und in erheblichem Umfang reduziert haben.

Dieser Verkaufsdruck setzte sich in der heutigen Handelssitzung fort. Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 15,55 HK-Dollar notiert die Chalco-Aktie inzwischen rund 39 Prozent tiefer – ein erheblicher Wertverlust, der das nachlassende Vertrauen der Märkte in den Aluminiumsektor widerspiegelt.

Aluminium-Futures unter Druck durch starken US-Dollar

Auch das breitere Marktumfeld bot der Chalco-Aktie keine Unterstützung. Die Aluminium-Futures sind von einem Anfang Juni erreichten Mehrjahreshoch von rund 3.790 US-Dollar pro Tonne bis Mitte Juni auf etwa 3.543 US-Dollar pro Tonne gefallen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 3 Prozent innerhalb eines Monats.

Ausschlaggebend für diesen Rückgang war ein erstarkter US-Dollar, der durch starke US-Arbeitsmarktdaten Auftrieb erhielt. Da Rohstoffe wie Aluminium in US-Dollar gehandelt werden, verteuern sie sich für Käufer aus anderen Währungsräumen, wenn der Dollar zulegt – was die Nachfrage dämpft und auf die Preise drückt.

Für deutsche Anleger, die in chinesische Rohstoffwerte investiert sind oder dies erwägen, verdeutlicht der Fall Chalco die Kombination aus sektorspezifischen Risiken – wie einem drohenden Angebotsüberhang bei Aluminium – und makroökonomischen Faktoren wie der US-Dollar-Stärke. Die Herabstufung durch Goldman Sachs dürfte die Stimmung gegenüber dem Titel kurzfristig weiter belasten.

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