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Amazon beendet Homeoffice-Pflicht ab 2025

Rückkehr zur Büroarbeit soll Teamarbeit stärken – Deutschland hält am Homeoffice fest

Amazon beendet Homeoffice-Pflicht ab 2025

Amazon beendet ab 2025 die Möglichkeit für seine Angestellten, von zu Hause aus zu arbeiten, und führt wieder eine vollständige Büroanwesenheitspflicht ein. Der Konzernchef Andy Jassy teilte dies in einer E-Mail an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit. Ab Januar 2025 sollen alle Beschäftigten fünf Tage pro Woche im Büro arbeiten, da dies die Teamarbeit fördere und effizienter sei. Derzeit erlaubt Amazon seinen Angestellten, zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Regelung soll jedoch im kommenden Jahr enden, auch wenn es in Ausnahmefällen weiterhin möglich sein wird, von zu Hause aus zu arbeiten, beispielsweise bei Krankheit eines Kindes oder bei besonders konzentrierten Aufgaben.

Die Entscheidung, feste Arbeitsplätze in den Amazon-Zentralen in Seattle und Arlington wieder einzuführen, steht im Einklang mit der schrittweisen Rückkehr vieler Unternehmen zur Präsenzarbeit, die nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie begann. Während der Pandemie blieben die Büros größtenteils leer, und die Mitarbeitenden arbeiteten von zu Hause aus. Seit Februar 2023 galt bei Amazon bereits eine Regelung, die eine Anwesenheit von drei Tagen pro Woche im Büro vorschrieb. Mitarbeitende in den Verteilzentren oder als Lieferfahrer waren von diesen Homeoffice-Regelungen jedoch von Anfang an ausgeschlossen, da ihre Tätigkeit ortsgebunden ist.

In Deutschland ist die Situation anders. Eine neue Studie des Ifo-Instituts zeigt, dass Homeoffice hierzulande keineswegs auf dem Rückzug ist. Durchschnittlich verbringen die Beschäftigten 17 Prozent ihrer Arbeitszeit zu Hause, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Zudem sind aktuell 23,4 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zumindest teilweise im Homeoffice tätig. Laut Jean-Victor Alipour vom Ifo-Institut handelt es sich bei der Debatte über die Rückkehr ins Büro um einen "Hype", der in den Daten nicht widergespiegelt wird.

Eine ähnliche Beobachtung macht auch das Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW. In der Informationswirtschaft, die Firmen der Informations- und Kommunikationstechnologie, Mediendienstleister und wissensintensive Dienstleister umfasst, arbeiten 82 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal wöchentlich im Homeoffice. Im verarbeitenden Gewerbe sind es immerhin 48 Prozent. Der Anteil der Firmen, die ihren Beschäftigten mindestens einen Homeoffice-Tag pro Woche ermöglichen, bleibt seit der Pandemie auf einem konstant hohen Niveau. Dies zeigt, dass sich das mobile Arbeiten in vielen Branchen als feste Größe etabliert hat. Vor der Pandemie lag der Anteil der Firmen mit Homeoffice-Regelungen in der Informationswirtschaft bei nur 48 Prozent.

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