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Amazon kürzt USPS-Pakete drastisch – Milliardenverlust droht

Der E-Commerce-Riese plant, sein Versandvolumen über den US-Postdienst bis Herbst um mindestens zwei Drittel zu reduzieren.

Amazon kürzt USPS-Pakete drastisch – Milliardenverlust droht

Amazon plant eine drastische Reduzierung seiner Paketzustellungen über den United States Postal Service (USPS). Bis zum Auslaufen des aktuellen Vertrags im Herbst dieses Jahres soll das Volumen um mindestens zwei Drittel sinken, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Für den ohnehin angeschlagenen US-Postdienst bedeutet das einen empfindlichen Einnahmeausfall in Milliardenhöhe.

Amazon ist seit langem der größte Einzelkunde des USPS. Im vergangenen Jahr lieferte der Postdienst mehr als eine Milliarde Pakete für den E-Commerce-Konzern aus – das entspricht knapp 15 Prozent aller landesweit zugestellten USPS-Pakete. Die garantierten Liefervolumina galten bislang als wichtiger Stabilitätsanker für die chronisch defizitäre Behörde.

USPS kämpft mit Milliardenverlust

Die finanzielle Lage des US-Postdienstes ist bereits jetzt angespannt. Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete die Behörde einen Nettoverlust von 9 Milliarden US-Dollar. In den vergangenen zwei Jahrzehnten arbeitete der USPS überwiegend mit Verlust – ein strukturelles Problem, das sich durch den Rückgang des klassischen Briefvolumens weiter verschärft hat.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, hatte der Postdienst zuletzt erheblich in seine Paketinfrastruktur investiert. Größere Logistikzentren wurden gebaut, neue Sortiermaschinen angeschafft und veraltete, auf Briefpost ausgelegte Anlagen ersetzt. Fällt nun das Amazon-Volumen weg, drohen diese Kapazitäten unausgelastet zu bleiben.

Amazon hat den schrittweisen Rückzug vom USPS bereits eingeleitet und baut parallel sein eigenes Logistiknetzwerk weiter aus. Der Konzern betreibt in den USA längst eine eigene Flotte aus Lieferwagen, Flugzeugen und Drohnen-Pilotprojekten. Für den USPS bedeutet der Verlust des größten Kunden nicht nur weniger Einnahmen, sondern auch den Zwang zu weiteren Kostensenkungen, um die Unterdeckung zu begrenzen.

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