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Amazon und Microsoft stellen sich hinter Chip-Gesetz

GAIN-AI-Regelung soll KI-Prozessoren priorisiert im Inland halten und China bremsen

Amazon und Microsoft stellen sich hinter Chip-Gesetz

Berichte aus Branchenkreisen zeigen, dass Amazon gemeinsam mit Microsoft ein US-Gesetz unterstützt, das die Ausfuhr fortschrittlicher Nvidia-Chips nach China weiter beschränken soll. Grundlage sind Informationen, die dem Wall Street Journal zugeschrieben werden und in denen von entsprechenden Signalen aus beiden Konzernen die Rede ist. Das Gesetz mit der Bezeichnung „GAIN AI“ verpflichtet Hersteller leistungsstarker KI-Prozessoren, zunächst inländische Bestellungen zu bedienen, bevor Lieferungen an Kunden außerhalb der USA erfolgen dürfen. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Versorgung des heimischen Markts mit Hochleistungstechnologien prioritär zu sichern.

Laut Bericht zählt neben Amazon und Microsoft auch das KI-Start-up Anthropic zu den Unterstützern des Entwurfs. Microsoft habe die Initiative öffentlich befürwortet, während Vertreter der Cloud-Sparte von Amazon ihre Zustimmung nicht öffentlich kundgetan hätten, jedoch in vertraulichen Gesprächen signalisiert hätten. Andere große Technologieunternehmen haben sich bislang nicht festgelegt. Dazu gehören Meta Platforms und Alphabet, deren Positionen weiterhin unklar bleiben. Ebenso liegt keine öffentliche Haltung von Präsident Donald Trump vor.

Nvidia, der weltweit größte Anbieter von KI-Chips, lehnt das Gesetzesvorhaben hingegen ab. Das Unternehmen fürchtet Wettbewerbsnachteile auf globalen Märkten, da die vorgeschriebene Priorisierung inländischer Kunden internationale Lieferketten beeinträchtigen könnte. Für Nvidia steht dabei vor allem der Zugang zu wachsenden Absatzmärkten im Ausland im Fokus. Die Maßnahme würde die Ausfuhr von Hochleistungsprozessoren zusätzlich erschweren, nachdem bereits bestehende Exportkontrollen eine Belieferung chinesischer Kunden eingeschränkt haben.

Hintergrund der politischen Bestrebungen in Washington sind Befürchtungen, China könne Hochtechnologie im Bereich der künstlichen Intelligenz für militärische Zwecke nutzen. Insbesondere Prozessoren, die große Datenmengen in kurzer Zeit verarbeiten, gelten als Schlüssel für KI-Anwendungen mit sicherheitsrelevanter Bedeutung. Die Diskussion über die Ausweitung der Exportkontrollen reiht sich in breitere Bemühungen ein, die technologische Abhängigkeit Chinas zu reduzieren und die nationale Sicherheit der USA zu stärken. Gleichzeitig verschärft das Vorhaben die Spannungen zwischen den Interessen der amerikanischen Technologieindustrie und den geopolitischen Zielen der US-Regierung.

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