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Amazon und US-Postbehörde einigen sich auf neues Lieferabkommen

Statt einer drastischen Kürzung um zwei Drittel einigen sich beide Seiten nun auf eine Reduzierung der Paketmengen um lediglich 20 Prozent.

Amazon und US-Postbehörde einigen sich auf neues Lieferabkommen

Amazon und der U.S. Postal Service (USPS) haben sich auf eine neue Vereinbarung zur Paketabwicklung geeinigt. Dies berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Einigung kommt, nachdem Amazon zuvor gedroht hatte, die über die angeschlagene US-Bundesbehörde versandten Pakete drastisch zu reduzieren.

Ursprünglich hatte Amazon vorgeschlagen, die Paketmengen bis zum Herbst um zwei Drittel zu kürzen – ein Szenario, das den Postal Service finanziell schwer getroffen hätte. Nun haben beide Seiten eine vorläufige Einigung erzielt, die lediglich eine Reduzierung um 20 Prozent vorsieht. Das ist deutlich moderater als der ursprüngliche Vorschlag und dürfte den Schaden für die Behörde begrenzen.

Mehr als eine Milliarde Pakete pro Jahr

Trotz der Kürzung sieht die neue vorläufige Vereinbarung vor, dass der Postal Service weiterhin mehr als eine Milliarde Pakete pro Jahr für Amazon zustellt. Das unterstreicht, wie bedeutend die Partnerschaft zwischen dem weltgrößten Online-Händler und der staatlichen Postbehörde nach wie vor ist. Amazon gehört damit zu den wichtigsten Großkunden des USPS.

Die Vereinbarung ist jedoch noch nicht endgültig in Kraft. Die Postal Regulatory Commission, die zuständige Bundesbehörde zur Aufsicht über den Postal Service, muss die Einigung zunächst prüfen und genehmigen. Erst nach dieser Freigabe kann das Abkommen offiziell umgesetzt werden.

Finanzielle Abhängigkeit des USPS von Amazon

Die Umsatzeinbußen durch die 20-prozentige Kürzung könnten den Postal Service dennoch spürbar belasten. Die Behörde ist zunehmend auf die Einnahmen in Milliardenhöhe angewiesen, die sie durch die garantierten Paketvolumina von Amazon erzielt. Der USPS befindet sich seit Jahren in einer schwierigen finanziellen Lage und ist auf verlässliche Großkunden wie Amazon dringend angewiesen.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung relevant, da Amazon – börsennotiert unter dem Ticker AMZN – zu den größten Unternehmen der Welt zählt und seine Logistikstrategie direkten Einfluss auf Kosten und Wettbewerbsfähigkeit hat. Die Aktie verzeichnete zuletzt ein leichtes Plus von 0,46 Prozent. Die Frage, wie Amazon seine Lieferkette in den USA langfristig organisiert, bleibt ein wichtiger Faktor für die operative Entwicklung des Konzerns.

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