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Amazon verhandelt Lieferantenpreise nach Zollstreit neu

Der E-Commerce-Riese Amazon nimmt Preiszugeständnisse an Lieferanten zurück, die ursprünglich zur Abfederung von Trump-Zöllen gewährt wurden. Dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Amazon verhandelt Lieferantenpreise nach Zollstreit neu

Amazon führt derzeit intensive Gespräche mit seinen Lieferanten über eine Neugestaltung der Zahlungskonditionen. Laut einem Bericht der Financial Times plant der Online-Händler, die Zahlungen an Verkäufer auf seiner Plattform zu kürzen. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit der teilweisen Entspannung im US-chinesischen Zollstreit.

Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen

Ein Amazon-Sprecher erklärte gegenüber Reuters, man arbeite kontinuierlich mit den Vertriebspartnern zusammen, um sie bei der Anpassung an das sich wandelnde Umfeld zu unterstützen. Gleichzeitig wolle man eine große Produktauswahl sowie niedrige Preise für Kunden gewährleisten. Die ursprünglichen Zugeständnisse waren eingeführt worden, um die Auswirkungen der unter US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle abzumildern.

Teilweise Entspannung im Handelskonflikt

Ende Oktober 2025 einigten sich Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping auf eine Reduzierung der Zölle auf chinesische Importe. Die durchschnittlichen US-Zölle sanken von 57 Prozent auf etwa 47 Prozent. Im Gegenzug verpflichtete sich Peking zu härteren Maßnahmen gegen den illegalen Fentanylhandel, zur Wiederaufnahme von US-Sojabohnenkäufen und zur Aufrechterhaltung der Exporte seltener Erden.

Oberster Gerichtshof prüft Zoll-Rechtmäßigkeit

Parallel dazu steht die US-Regierung vor einer potenziell kostspieligen juristischen Auseinandersetzung. Der Oberste Gerichtshof der USA kündigte an, am 14. Januar seine nächsten Urteile zu verkünden. Dabei geht es unter anderem um die Rechtmäßigkeit von Trumps umfassenden globalen Zöllen, die er gemäß dem Gesetz über internationale Notstandswirtschaftsbefugnisse verhängt hatte.

Milliarden-Rückerstattung möglich

Sollte das Gericht die Zölle für illegal erklären, könnte die US-Regierung gezwungen sein, Importeuren fast 150 Milliarden Dollar an bereits gezahlten Zöllen zurückzuerstatten. Diese Unsicherheit beeinflusst derzeit die strategischen Entscheidungen vieler Unternehmen, die ihre Lieferketten und Preisstrategien entsprechend anpassen müssen.

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