AMD erwartet Verdreifachung des Gewinns bis 2030
Chipentwickler setzt auf KI-Boom und Rechenzentrumswachstum zur Erschließung neuer Märkte

Advanced Micro Devices (AMD) hat ehrgeizige Wachstumsziele vorgestellt und erwartet, dass sich der Gewinn des Unternehmens bis 2030 verdreifacht. Auf dem Analystentag in New York erklärte CEO Lisa Su, dass der Umsatz mit Rechenzentrumschips innerhalb der nächsten fünf Jahre auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar steigen soll. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass der Markt für diese Chips bis 2030 ein Volumen von einer Billion US-Dollar erreichen wird – angetrieben vor allem durch die rapide wachsende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz.
Die Aktien des kalifornischen Chipherstellers stiegen nach der Ankündigung im nachbörslichen Handel um rund vier Prozent, nachdem sie zuvor um 2,7 % gefallen waren. Seit Anfang Oktober hat das Papier rund 16 % zugelegt, nachdem AMD einen mehrjährigen Vertrag mit OpenAI abgeschlossen hatte, der dem Unternehmen laut Schätzungen jährliche Einnahmen in zweistelliger Milliardenhöhe bringen dürfte.
Während Nvidia weiterhin die Führungsposition im Markt für KI-Chips hält, sehen Analysten in der Kooperation mit OpenAI ein starkes Signal für AMDs Wettbewerbsfähigkeit. Lisa Su betonte, dass AMD für das erwartete Marktwachstum hervorragend aufgestellt sei. Das Unternehmen rechnet in den kommenden drei bis fünf Jahren mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 35 % im Gesamtkonzern und 60 % im Bereich Rechenzentren. Der Gewinn je Aktie soll in diesem Zeitraum auf 20 US-Dollar steigen. Zum Vergleich: Analystenschätzungen für 2025 liegen derzeit bei 2,68 US-Dollar.
Auch auf der Produktseite plant AMD eine Offensive. Die neue MI400-Serie von KI-Chips soll 2026 auf den Markt kommen und Varianten für wissenschaftliche Anwendungen sowie generative KI umfassen. Ergänzend will AMD ein komplettes Server-Rack anbieten, ähnlich dem Nvidia-Produkt GB200 NVL72. Parallel dazu setzt das Unternehmen auf eine Reihe strategischer Übernahmen, insbesondere im Bereich KI-Software. In den vergangenen Monaten hat AMD mehrere Startups übernommen, darunter MK1, um seine Kompetenzen im Bereich der KI-Software auszubauen.
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Zur AktienanalyseFinanzvorstand Jean Hu erklärte, dass die wachsende Nachfrage nach KI-Chips bereits im laufenden Quartal zu einer Umsatzsteigerung führen dürfte. Der Rechenzentrums-Bereich profitiert demnach besonders von den hohen Investitionen in KI-Infrastruktur.


