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AMD wächst kräftig dank KI-Prozessoren

US-Exportbeschränkungen bremsen Geschäft mit China aus

AMD wächst kräftig dank KI-Prozessoren

Der Halbleiterhersteller AMD hat zu Beginn des Jahres ein deutliches Umsatzwachstum verzeichnet. Treiber dieser Entwicklung war vor allem die starke Nachfrage nach Spezialprozessoren für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Unternehmenschefin Lisa Su sprach von einem anhaltenden Trend, der sich mittlerweile über vier Quartale erstrecke und jeweils durch eine Wachstumsbeschleunigung gekennzeichnet gewesen sei. Die Prognose für das laufende zweite Quartal fiel besser aus als von Analysten erwartet, was zu einem Kursanstieg der AMD-Aktien von knapp fünf Prozent im nachbörslichen Handel führte.

Für das zweite Quartal plant das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 7,4 Milliarden US-Dollar, wobei eine Schwankungsbreite von 300 Millionen Dollar einkalkuliert wird. Die operative Gewinnmarge soll dabei voraussichtlich 43 Prozent betragen. In diesem Wert sind bereits Abschreibungen in Höhe von 800 Millionen Dollar enthalten, die im Zusammenhang mit den jüngsten US-Exportbeschränkungen gegenüber China stehen. Diese neuen Regelungen untersagen unter anderem den Export des KI-Prozessors „MI308“ in die Volksrepublik.

Im ersten Quartal erzielte AMD einen Umsatz von 7,44 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Umsatzrendite konnte um drei Prozentpunkte auf nunmehr 50 Prozent gesteigert werden. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0,44 US-Dollar und übertraf damit den Vorjahreswert um mehr als das Sechsfache. Trotz der Belastungen durch die Exportauflagen blieb das Unternehmen damit deutlich über den Markterwartungen.

Die US-Handelspolitik bleibt dabei ein zentraler Unsicherheitsfaktor. Auch andere Anbieter von Hochtechnologie wie der Branchenführer Nvidia sind betroffen. Dort rechnet man aufgrund der Exportverbote mit möglichen Wertberichtigungen in Höhe von bis zu 5,5 Milliarden US-Dollar. Die Auswirkungen der politischen Maßnahmen auf die weitere Geschäftsentwicklung in der Halbleiterbranche werden in den kommenden Quartalen verstärkt im Fokus stehen.

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