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American Airlines erhöht Gepäckgebühren wegen steigender Kerosinpreise

Die US-Fluggesellschaft reagiert auf explodierende Treibstoffkosten durch höhere Gebühren und Streichung von Zusatzleistungen in der Economy-Class.

American Airlines erhöht Gepäckgebühren wegen steigender Kerosinpreise

American Airlines erhöht ab sofort die Gebühren für aufgegebenes Gepäck und streicht Zusatzleistungen für Economy-Passagiere. Die Airline ist damit eine der letzten großen US-Fluggesellschaften, die auf massiv gestiegene Betriebskosten reagiert. Auslöser sind stark gestiegene Kerosinpreise infolge geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.

Der Preis für Kerosin ist laut der International Air Transport Association (IATA) weltweit auf rund 209 US-Dollar pro Barrel gestiegen. Vor Beginn des Iran-Krieges kostete Kerosin im Februar noch durchschnittlich zwischen 85 und 90 US-Dollar pro Barrel – ein Anstieg von mehr als 130 Prozent. Als Hauptursache gelten Spannungen im Nahen Osten, die den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigen. Über diese strategisch wichtige Meerenge wird etwa ein Fünftel der weltweiten Ölströme abgewickelt.

Neue Gepäckgebühren ab sofort gültig

American Airlines hat konkrete Preisanpassungen bekanntgegeben, die bereits ab Donnerstag gelten. Die Gebühr für das erste und zweite aufgegebene Gepäckstück bei Inlandsflügen sowie internationalen Kurzstreckenflügen steigt jeweils um 10 US-Dollar. Für ein drittes aufgegebenes Gepäckstück erhöhen sich die Kosten sogar um 50 US-Dollar auf nunmehr 200 US-Dollar – eine Preisstruktur, die an einigen Standorten wie Kanada bereits bestand.

Für Passagiere mit sogenannten Basic-Economy-Tickets wird es ab dem 18. Mai noch teurer. Dann tritt eine zusätzliche Erhöhung von 5 US-Dollar für aufgegebenes Gepäck in Kraft. Basic-Economy-Kunden müssen zudem künftig eine Gebühr für die Sitzplatzwahl entrichten und verlieren ihren bisherigen Anspruch auf kostenlose systemweite Upgrades.

Premium-Passagiere bleiben verschont

Reisende, die Tickets für Premium-Kabinen erwerben, sind von den Einschränkungen nicht betroffen. Sie erhalten weiterhin kostenloses Freigepäck auf Inlands- und Auslandsflügen, wie American Airlines mitteilte. Die Maßnahmen zielen damit gezielt auf das untere Preissegment ab und sollen die Margen der Airline schützen.

Für deutsche Reisende, die Flüge mit American Airlines in die USA oder innerhalb Nordamerikas buchen, sind diese Änderungen besonders relevant. Wer ein günstiges Basic-Economy-Ticket gebucht hat oder plant zu buchen, sollte die neuen Gepäckgebühren bei der Gesamtkostenplanung unbedingt berücksichtigen. Die Gesamtkosten einer Reise können durch die gestaffelten Gebühren deutlich höher ausfallen als der ursprüngliche Ticketpreis vermuten lässt.

Die Entwicklung bei American Airlines steht stellvertretend für einen branchenweiten Trend: Angesichts explodierender Energiekosten suchen Fluggesellschaften weltweit nach Wegen, ihre Margen zu sichern. Ob weitere Preiserhöhungen oder Leistungskürzungen folgen werden, hängt maßgeblich von der weiteren Entwicklung der Ölpreise und der geopolitischen Lage im Nahen Osten ab.

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