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American Airlines: Gewerkschaften fordern Rücktritt von CEO Robert Isom

Nach Wintersturm und operativen Problemen sprechen Flugbegleiter und Piloten dem Management das Vertrauen ab.

American Airlines: Gewerkschaften fordern Rücktritt von CEO Robert Isom

Die zweitgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines steht vor einer schweren Vertrauenskrise. Die Gewerkschaften der Flugbegleiter und Piloten fordern den Rücktritt von CEO Robert Isom, der das Unternehmen seit 2022 führt. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft sprach Isom am Montag offiziell ein Misstrauensvotum aus.

Bereits in der Vorwoche hatte die Pilotengewerkschaft Allied Pilots Association erklärt, sie habe das Vertrauen in die Fähigkeit des Managements verloren, die betrieblichen Abläufe und die finanzielle Performance zu verbessern. "Wir benötigen Führungskräfte, die gewillt, gerüstet und befugt sind, das Haus in Ordnung zu bringen", heißt es in einem Brief an den Vorstand der Fluggesellschaft.

Auslöser für die Eskalation war der Wintersturm Fern im vergangenen Monat, der die US-Luftfahrtbranche hart traf. Innerhalb von nur vier Tagen fielen mehr als 21.000 Flüge aus. American Airlines mit wichtigen Drehkreuzen in Dallas und Charlotte, North Carolina, erwischte es dabei am schlimmsten.

Chaos an den Flughäfen

Tausende Passagiere saßen fest, während Flugbegleiter und Piloten teilweise auf dem Boden der Flughäfen übernachten mussten. Die Fluggesellschaft aus Fort Worth, Texas, kämpfte tagelang mit den Folgen von Schnee und Eis. CEO Isom entschuldigte sich öffentlich bei den Kunden.

"Wir tun sicherlich alles in unserer Macht Stehende, um sicherzustellen, dass für sie gesorgt wird", erklärte Isom am 27. Januar in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Die Gewerkschaften sehen in dem Sturm-Chaos jedoch nur das jüngste Beispiel für eine Serie von Fehlentscheidungen und operativen Problemen.

Die American Airlines-Aktie verlor zuletzt knapp 5 Prozent an Wert. Für das Unternehmen kommt die offene Rebellion der eigenen Mitarbeiter zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da die Fluggesellschaft ohnehin mit Wettbewerbsdruck und steigenden Kosten zu kämpfen hat.

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