Anleger gehen kaum Risiken ein
Das Marktupdate von Aktien.news

Der deutsche Leitindex DAX zeigte trotz einer Reihe von Unternehmensbilanzen keinen Schwung und verzeichnete zu Handelsbeginn ein Minus von rund 0,2 Prozent bei 18.710 Punkten. Gestern war der DAX 0,2 Prozent schwächer bei 18.742 Punkten aus dem Handel gegangen, was ihn weiter von der 19.000er-Marke entfernte, die von vielen Experten als aktuelle Zielmarke betrachtet wird. Die Experten der Helaba kommentierten, dass der DAX nach der Rekordjagd der letzten Woche zu Beginn dieser Woche eine Verschnaufpause einlege, da es an makroökonomischen Impulsen und solchen von Zentralbankseite fehle.
Ein entscheidender Faktor für die weitere Entwicklung des DAX sind die bevorstehenden US-Inflationsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht werden. Da sowohl die Märkte als auch Vertreter der US-Notenbank Federal Reserve unsicher über den Zeitpunkt der Lockerung der Geldpolitik sind, messen Marktbeobachter diesen Daten eine entscheidende Bedeutung bei. Ökonomen erwarten, dass sich der Kern-Verbraucherpreisindex von 3,8 Prozent im März auf 3,6 Prozent im April verlangsamt. Dennoch könnte diese Verlangsamung möglicherweise nicht ausreichen, um die Pläne der Fed für eine Lockerung der Geldpolitik im dritten Quartal zu bestätigen.
Die Vorgaben der Wall Street waren dürftig, wobei der Dow Jones am Montag 0,2 Prozent tiefer mit 39.431 Punkten schloss, während der Nasdaq um 0,3 Prozent auf 16.388 Zähler stieg. Auch der breit gefasste S&P 500 schloss kaum verändert bei 5.221 Stellen. In Asien hielten sich die Anleger eher bedeckt, wobei der Nikkei-Index in Tokio um 0,5 Prozent stieg, während die Indizes in China im Minus lagen.
Der Euro notierte weiterhin knapp unter der Marke von 1,08 US-Dollar, während in Deutschland die ZEW-Konjunkturerwartungen veröffentlicht wurden und in den USA Preisdaten von der Unternehmensebene erwartet wurden, die für die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed von Belang sind.
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Zur AktienanalyseUnter den Unternehmen verzeichnete der Rüstungskonzern und Autozulieferer Rheinmetall dank des Rüstungsbooms ein Wachstum im ersten Quartal, wohingegen Bayer einen Rückgang im Agrargeschäft verzeichnete und die Porsche SE aufgrund des Gewinneinbruchs von Volkswagen deutlich weniger verdiente. Die Hannover Rück profitierte von geringen Schäden aus Natur- und menschengemachten Katastrophen, während Nordex im ersten Quartal operativ schwarze Zahlen schrieb. Delivery Hero fand einen Käufer für sein Foodpanda-Geschäft in Taiwan, und Fraport kehrte trotz Streiks überraschend stark in die Gewinnzone zurück. TAG Immobilien steigerte seinen Gewinn dank gut laufender operativer Geschäfte und Verkäufen deutlich.


