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Anleger in Sorge: Börsen unter Druck wegen US-Staatspleite

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Anleger in Sorge: Börsen unter Druck wegen US-Staatspleite

Die Investoren an der deutschen Börse müssen sich erneut auf Verluste einstellen, da schwache US-Börsen und die Sorge vor einer möglichen Staatspleite in den USA für Zurückhaltung sorgen. Der DAX wird zum Handelsstart auf XETRA mit einem Minus von 0,4 Prozent erwartet, nachdem der Leitindex gestern bereits große Verluste verzeichnete. Die Angst vor einer drohenden Staatspleite in den USA bleibt weiterhin die größte Sorge der Investoren. Der Dow-Jones-Index und der S&P 500 schlossen gestern an der Wall Street ebenfalls im Minus. Die Unsicherheit um die Schuldenobergrenze und die potenzielle Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung belastet die Anleger zunehmend.

Auch an den asiatischen Börsen halten sich die Anleger am Morgen zurück. Nach einer Rally in Japan belasten Gewinnmitnahmen den Nikkei-Index, während die Börse in Shanghai ebenfalls im Minus liegt. Trotzdem zeigt der vierteljährliche Tankan-Bericht der Bank of Japan, dass die Stimmung in der japanischen Wirtschaft derzeit gut ist. Der Gesamtindex für die Stimmung der großen Hersteller stieg im Vergleich zum April an. Dies könnte auf einen weiteren Anstieg des Tankan-Berichts im August hindeuten.

Am Devisenmarkt bleibt der Euro gegenüber dem Dollar tendenziell unter Druck. Bundesbankchef Joachim Nagel fordert weitere Zinserhöhungen seitens der EZB im Kampf gegen die Inflation, auch wenn dies die Wirtschaft beeinträchtigen könnte. Die Hauptversammlungen mehrerer deutscher Unternehmen finden heute statt, darunter Lanxess, Zalando und Puma. Anleger erhoffen sich hier Informationen zur Geschäftsstrategie und den Gewinnaussichten der Unternehmen.

Der DAX-Konzern Bayer hat erfolgreich Anleihen über insgesamt drei Milliarden Euro platziert. Die Emission wurde mit Laufzeiten von 3,25 bis zehn Jahren durchgeführt und war stark nachgefragt. Bayer plant, die Anleihen an der Luxemburger Börse zu notieren und die Erlöse für allgemeine Unternehmenszwecke zu verwenden. Netflix-Nutzer in Deutschland müssen sich auf steigende Kosten einstellen, wenn sie ihren Account über einen Haushalt hinaus teilen. Für jede Person, die nicht mit dem zahlenden Account-Inhaber zusammenwohnt, werden zukünftig 4,99 Euro pro Monat fällig. Netflix erhofft sich dadurch höhere Einnahmen und reagiert auf die Nutzung von Login-Daten anderer Haushalte in etwa 100 Millionen Haushalten. Die Entwicklung an den Märkten bleibt weiterhin von Unsicherheit und Spannung geprägt.

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