Anson Resources und POSCO bauen Lithium-DLE-Pilotanlage in Utah
Das ASX-Unternehmen Anson Resources kooperiert mit dem südkoreanischen Konzern POSCO für eine Lithium-Demonstrationsanlage in Utah.

Das an der australischen Börse ASX notierte Unternehmen Anson Resources hat eine verbindliche Vereinbarung mit dem südkoreanischen Stahl- und Batteriematerialhersteller POSCO Holdings unterzeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist der Bau und Betrieb einer Pilotanlage zur direkten Lithiumextraktion (DLE) im Lithiumprojekt Green River im Paradox-Becken im US-Bundesstaat Utah. Die Partnerschaft markiert einen wichtigen Schritt für Anson auf dem Weg zur kommerziellen Lithiumproduktion in den USA.
Im Rahmen der Vereinbarung wird POSCO eine eigene, nicht-kommerzielle DLE-Demonstrationsanlage errichten und betreiben. Ziel ist es, die Lithiumextraktion im kontinuierlichen industriellen Maßstab zu validieren. Das Lithium soll dabei aus Sole gewonnen werden, die aus dem im Besitz von Anson befindlichen Bohrloch Bosydaba #1 im Green-River-Projekt stammt.
Klare Aufgabenteilung zwischen den Partnern
Die Vereinbarung sieht eine eindeutige Rollenverteilung vor: POSCO übernimmt die Planung, den Bau, den Betrieb und die Wartung der Anlage. Anson stellt im Gegenzug den Zugang zum Gelände, die notwendige Infrastruktur sowie die Soleversorgung bereit. Für diese Bereitstellungsleistungen zahlt POSCO an Anson eine Gebühr in Höhe von 7,2 Millionen australischen Dollar, was rund 5,2 Millionen US-Dollar entspricht.
Der Zeitplan sieht vor, dass POSCO den Betrieb der Demonstrationsanlage im Jahr 2027 aufnimmt. Die Validierungsarbeiten sollen planmäßig im Jahr 2028 abgeschlossen werden. Während des gesamten Betriebs der Demonstrationsanlage wollen beide Unternehmen weiterhin Möglichkeiten für eine vertiefte geschäftliche Zusammenarbeit prüfen – einschließlich gemeinsamer Investitionen in das Green-River-Projekt.
Strategische Bedeutung für die US-Lieferkette
Anson-Chairman und CEO Bruce Richardson betonte die strategische Tragweite der Partnerschaft. Er sieht in der Kooperation mit POSCO eine starke industrielle Bestätigung des kostengünstigen Lithiumpotenzials von Green River. Zudem beschleunige die Zusammenarbeit die technische Risikominderung durch kontinuierliche Tests im Demonstrationsmaßstab und positioniere Green River als wichtigen Akteur in der entstehenden US-Lieferkette für Batteriematerialien.
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Zur AktienanalyseAuch POSCO äußerte sich positiv zur Partnerschaft. Der südkoreanische Konzern zeigt sich erfreut, die Validierung der DLE-Technologie in den USA voranzutreiben und Kommerzialisierungswege für eine künftige kohlenstoffarme Lithiumproduktion zu evaluieren. „Wir sind davon überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit Anson bei Green River zur Stärkung der nordamerikanischen Lithium-Lieferkette beitragen wird", erklärte POSCO.
Die direkte Lithiumextraktion (DLE) gilt in der Branche als vielversprechende Technologie, da sie im Vergleich zu traditionellen Verdunstungsverfahren deutlich schneller und ressourcenschonender arbeitet. Für deutsche Anleger ist das Projekt im Kontext der globalen Batterierohstoff-Versorgungssicherheit relevant, da Europa und Asien gleichermaßen nach stabilen Lithiumquellen außerhalb Chinas suchen. Die Beteiligung von POSCO – einem der bedeutendsten Batteriematerialhersteller Südkoreas – unterstreicht das industrielle Interesse an nordamerikanischen Lithiumvorkommen.


