Anson schließt Lithium-Deal mit LG Energy Solution
Vertrag umfasst 40 Prozent der Anfangsproduktion und lässt Aktienkurs um fast 25 Prozent steigen

Der australische Bergbaukonzern Anson Resources hat einen langfristigen Liefervertrag mit dem südkoreanischen Batteriehersteller LG Energy Solution abgeschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass LG Energy Solution ab dem Jahr 2028 jährlich bis zu 4.000 Tonnen Lithiumcarbonat in Batteriequalität aus Ansons Projekt im Paradox Basin im Süden von Utah beziehen wird. Das Abkommen gilt zunächst für fünf Jahre und beinhaltet die Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre.
Der Lieferumfang entspricht fast 40 Prozent der geplanten Anfangsproduktion des Projekts, die auf rund 10.000 Tonnen pro Jahr geschätzt wird. Nach Angaben von Anson soll die Partnerschaft das Unternehmen dabei unterstützen, die Finanzierung in der Phase der endgültigen Investitionsentscheidung abzusichern. Vorstandschef Bruce Richardson erklärte, dass mit dem Vertrag die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit geschaffen sei. Zudem hob er hervor, dass Anson künftig kostengünstiges Lithium aus den Vereinigten Staaten an LG Energy Solution liefern werde.
Anleger reagierten positiv auf die Neuigkeiten. Der Aktienkurs von Anson Resources sprang zeitweise um bis zu 24,7 Prozent nach oben und verzeichnete damit den stärksten Tagesanstieg seit mehr als zwei Monaten. Im Gegensatz dazu gab der australische Leitindex ASX 200 leicht um 0,6 Prozent nach. Der Kursanstieg verdeutlicht die Bedeutung des Vertrags für den Bergbaukonzern, dessen Zukunft maßgeblich von der Entwicklung des Lithiumgeschäfts abhängt.
Lithium gilt als zentraler Rohstoff für die Herstellung von Batterien, insbesondere für Elektrofahrzeuge. Allerdings sind die Preise seit mehr als einem Jahr rückläufig, da die Nachfrage nach Elektroautos geringer ausfiel als ursprünglich erwartet. Trotz dieses Preisverfalls zeigt der Abschluss des Vertrags, dass führende Batteriehersteller langfristig auf die Versorgung mit dem Rohstoff setzen, um ihre Produktionskapazitäten zu sichern.
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Zur AktienanalyseMarktbeobachter werten die Vereinbarung als entscheidenden Schritt für Anson. Michael McCarthy, Geschäftsführer der Handelsplattform Moomoo für Australien und Neuseeland, bezeichnete das Geschäft als einen Deal von großer Tragweite, den Anson zwangsläufig mit einem Partner eingehen musste. Seiner Einschätzung nach habe LG Energy Solution dabei das Rennen gemacht. Er betonte außerdem, dass derartige Verpflichtungen ein Signal für die Festigung der Batterieproduktion in den Vereinigten Staaten seien. Darüber hinaus verdeutliche die Vereinbarung, dass Batterietechnologie weiterhin ein zentrales Element in der globalen Energiewirtschaft bleibe.


