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Anthropic, SentinelOne und Kraken Robotics im TMT-Marktbericht

Rekordschnelle Finanzierungsrunde bei Anthropic, enttäuschender Ausblick bei SentinelOne und schwaches Quartal bei Kraken Robotics.

Anthropic, SentinelOne und Kraken Robotics im TMT-Marktbericht

Der aktuelle TMT-Marktbericht (Technologie, Medien und Telekommunikation) von Dow Jones Newswires beleuchtet drei bemerkenswerte Entwicklungen: die beispiellose Geschwindigkeit der Anthropic-Finanzierungsrunde, einen enttäuschenden Quartalausblick bei SentinelOne sowie ein schwaches erstes Quartal bei Kraken Robotics. Die Meldungen geben einen aufschlussreichen Einblick in die aktuelle Stimmung an den Technologie- und Verteidigungsmärkten.

Anthropic: Rekordbewertung in Rekordzeit

Das KI-Unternehmen Anthropic hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, die das Unternehmen mit 65 Milliarden US-Dollar bewertet. Besonders aufsehenerregend war dabei nicht nur die schiere Größe der Runde, sondern vor allem die Geschwindigkeit, mit der sie zustande kam. Laut mit der Situation vertrauten Personen unterzeichneten die Lead-Investoren den Deal bereits etwa zwei Wochen vor dem offiziellen Abschluss – und mussten das Kapital anschließend in ungewöhnlich kurzer Zeit überweisen.

Matt Murphy, Partner bei Menlo Ventures und selbst Investor bei Anthropic, kommentierte den Vorgang mit deutlichen Worten: „Die Geschwindigkeit von der Phase, in der sie nicht aktiv Kapital aufnahmen, bis hin zu einem unterzeichneten Term Sheet und dem Abschluss von 65 Milliarden Dollar war mehr als beispiellos." Diese Aussage unterstreicht, wie außergewöhnlich der gesamte Prozess verlief. Anthropic gilt als einer der führenden Akteure im Bereich generativer Künstlicher Intelligenz und steht im direkten Wettbewerb mit OpenAI.

SentinelOne: KI-Rückenwind lässt länger auf sich warten

Weniger erfreulich verlief die Woche für SentinelOne. Das Cybersicherheitsunternehmen enttäuschte mit seinem Ausblick für das zweite Quartal, der hinter den Erwartungen der Wall Street zurückblieb. Analysten der UBS zeigten sich in einer Research-Note überrascht vom Ausmaß des Kursrückgangs am Freitag, wiesen jedoch darauf hin, dass das leichte Verfehlen des Konsenses beim Umsatz im ersten Quartal ein „deutlicher Schlag für die Anlegerstimmung" gewesen sei.

Zwar verzeichnete SentinelOne laut den UBS-Analysten eine gesunde Nachfrage in den Bereichen KI-Sicherheit, Daten und Cloud. Doch der Ausblick deute darauf hin, dass der erhoffte KI-Rückenwind länger auf sich warten lasse als ursprünglich erwartet. Das ist besonders brisant, da die Aktie in den sechs Wochen vor der Meldung um rund 50 Prozent gestiegen war. Im Zuge der Enttäuschung verlor das Papier rund 7 Prozent und notierte zuletzt bei 16,74 US-Dollar.

Kraken Robotics: Schwaches Quartal trotz boomender Branche

Beim kanadischen Unterwasser-Technologieunternehmen Kraken Robotics fiel das erste Quartal deutlich schlechter aus als erwartet – und das in einem Umfeld, in dem die Branche und Wettbewerber boomen. Analyst Nicholas Boychuk von ATB Cormark stellte fest, dass der Umsatz für Produkte und Dienstleistungen aufgrund von „zeitlich bedingten Umsatzverschiebungen" in beiden Segmenten fast 40 Prozent unter den ohnehin bereits niedrigen Erwartungen lag.

Das Management von Kraken Robotics bezeichnete die Schwäche als vorübergehend. Boychuk widerspricht dieser Einschätzung jedoch und erklärt, die Erklärung stimme „nicht mit der Dynamik und der Branchenaktivität überein", die auf der CANSEC – einer kanadischen Verteidigungs- und Sicherheitsmesse – beobachtet worden sei. Zusätzlich verwies der Analyst auf steigenden Wettbewerbsdruck: Ein Konkurrent verkaufe nun Sonarsysteme unabhängig, und Kunden hinterfragten zunehmend die Kosten für Sonar mit synthetischer Apertur im Verhältnis zu den rapide sinkenden Kosten für autonome Schiffe.

Angesichts des schwachen Starts ins Jahr sieht Boychuk die zweite Jahreshälfte unter erheblichem Druck. Für Anleger, die auf den Verteidigungsboom im Unterwasserbereich gesetzt haben, ist dies ein deutliches Warnsignal. Die Entwicklung bei Kraken Robotics zeigt, dass nicht alle Unternehmen im Verteidigungssektor gleichermaßen vom aktuellen Rüstungsaufschwung profitieren.

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