Apollo übertrifft Castlelake mit 715-Pence-Angebot für EasyJet
Private-Equity-Riese Apollo Global Management bietet 5,7 Milliarden Pfund für die britische Billigfluggesellschaft EasyJet.

Die britische Billigfluggesellschaft EasyJet steht im Mittelpunkt eines sich anbahnenden Bietergefechts zwischen zwei US-amerikanischen Investmentfonds. Apollo Global Management hat ein Konkurrenzangebot in Höhe von 715 Pence pro Aktie vorgelegt und damit das bisherige Gebot von Castlelake LP übertroffen. Das entspricht einem Gesamtwert von rund 5,7 Milliarden Pfund beziehungsweise etwa 7,7 Milliarden US-Dollar.
EasyJet reagierte prompt auf das neue Angebot: Die Fluggesellschaft teilte am Freitag mit, dass sie „nicht mehr beabsichtige, den Vorschlag von Castlelake zu empfehlen". Dies ist ein klares Signal, dass der Vorstand das Apollo-Angebot als deutlich attraktiver einstuft. Bezüglich der Apollo-Offerte hieß es, die „finanziellen Bedingungen des vorgeschlagenen Barangebots liegen auf einem Niveau, das man den EasyJet-Aktionären zur Annahme empfehlen würde".
Bietergefecht zwischen zwei US-Investmentfonds
Die überraschende Wendung in der Übernahmegeschichte von EasyJet eröffnet nun die Möglichkeit eines offenen Bieterwettbewerbs zwischen Apollo Global Management und Castlelake LP. Beide Gesellschaften gehören zu den bedeutenden US-amerikanischen Private-Equity- und Kreditinvestoren. Für EasyJet-Aktionäre bedeutet die Konkurrenzsituation grundsätzlich eine günstige Ausgangslage, da ein Bieterwettbewerb den Angebotspreis weiter in die Höhe treiben kann.
Apollo Global Management ist einer der weltweit größten alternativen Vermögensverwalter mit einem verwalteten Vermögen von mehreren hundert Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen ist bekannt für großvolumige Übernahmen in verschiedenen Branchen, darunter auch der Luftfahrt- und Reisebranche. Castlelake LP hingegen ist ein auf Sachwerte spezialisierter Kreditinvestor, der ebenfalls Erfahrung im Luftfahrtsektor mitbringt.
EasyJet als Übernahmekandidat
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Zur AktienanalyseEasyJet ist eine der größten Billigfluggesellschaften Europas und bedient zahlreiche Strecken von und nach Deutschland. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Luton, Großbritannien, und ist an der Londoner Börse notiert. Für deutsche Privatanleger, die EasyJet-Aktien halten, ist die aktuelle Entwicklung von besonderer Relevanz, da ein erfolgreiches Barangebot eine direkte Auszahlung zum Angebotspreis bedeuten würde.
Das Angebot von Apollo liegt als Barangebot vor, was für Aktionäre eine klare und unmittelbare Liquidität bietet. EasyJet hat signalisiert, dass die finanziellen Konditionen des Apollo-Angebots eine Empfehlung an die Aktionäre rechtfertigen würden. Ob Castlelake mit einem höheren Gebot nachzieht und das Bietergefecht weiter anheizt, bleibt abzuwarten.

