ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Apple stellt neues Siri AI vor und schließt KI-Lücke

Auf der WWDC präsentiert Apple eine grundlegend überarbeitete Siri – zwei Jahre nach ersten Versprechen für umfassende KI-Upgrades.

Apple stellt neues Siri AI vor und schließt KI-Lücke

Apple hat auf seiner jährlichen Worldwide Developers Conference (WWDC) in Cupertino, Kalifornien, eine tiefgreifende Neugestaltung seines Sprachassistenten vorgestellt. Die neue „Siri AI" kommt mit einer eigenständigen App, kann Bildschirminhalte analysieren und Informationen aus dem Internet abrufen. Die Ankündigung erfolgt zwei Jahre nachdem Apple erstmals umfassende Upgrades versprochen hatte, die seitdem wiederholt verschoben wurden.

Der überarbeitete Assistent soll deutlich gesprächiger werden und kontextbezogener agieren. So kann Siri AI laut Apple auf vergangene Konversationen zurückgreifen und Details wie eine in einer Nachricht erwähnte Adresse finden – selbst wenn diese nie formell gespeichert wurde. Bilder und Suchanfragen werden in der neuen App gespeichert, die auf iPhones, iPads und Macs verfügbar ist und über Apples private Cloud-Technologie synchronisiert wird.

Apples Antwort auf ChatGPT und Gemini

Die Änderungen markieren Apples bisher bedeutendsten Versuch, Siri zu revitalisieren. Der Dienst hatte zuletzt erhebliche Mühe, mit Konkurrenten wie ChatGPT von OpenAI, Claude von Anthropic und Gemini von Google Schritt zu halten. Diese Wettbewerber haben schneller sogenannte „agentenbasierte" KI – also Software, die komplexe Aufgaben eigenständig ausführen kann – in den Computeralltag integriert.

Apple-Softwarechef Craig Federighi nutzte seine Keynote-Rede für eine deutliche Spitze gegen die Konkurrenz: „Einige scheinen voranzustürmen und KI scheinbar um der KI willen zu verfolgen, ohne klare Rücksicht auf die Menschen, auf uns alle, denen sie letztlich dienen soll." Apple betont stattdessen praktische Funktionen, die in alltägliche Aufgaben integriert sind, und vermeidet weitgehend die Einordnung als vollautonome „Agenten".

Branchenbeobachter reagierten mit gemischten Gefühlen auf die Ankündigungen. Bob O'Donnell, Präsident und Chefanalyst bei TECHnalysis Research, zeigte sich grundsätzlich positiv: „Dies löst endlich das Versprechen ein, das Siri vor 15 Jahren gegeben hat. Es ist KI für die breite Masse; es ist nicht wirklich agentenbasiert. Für viele Menschen ist dies genau die Art von Intelligenz, nach der sie suchen." Craig Moffett, Analyst bei MoffettNathanson, bewertete die Updates als nicht „weltbewegend", sah darin aber das Potenzial, Siri zu einem „glaubwürdigen Chatbot und möglicherweise zu einem glaubwürdigen Agenten" zu machen.

Datenschutz und Partnerschaften mit Google und Nvidia

Die Apple-Aktie reagierte verhalten auf die Neuigkeiten und schloss am Montag an der Nasdaq um 1,9 Prozent niedriger bei 301,54 US-Dollar. Für die Umsetzung seiner KI-Offensive setzt Apple auch auf externe Partner: Das Unternehmen gab bekannt, dass einige seiner Modelle mit der Gemini-Technologie von Google entwickelt wurden, während größere Modelle in einer Cloud-Infrastruktur mit Chips von Nvidia laufen werden.

Gleichzeitig betont Apple den Datenschutz als zentrales Unterscheidungsmerkmal. Der Großteil der Verarbeitung erfolge auf den Geräten der Nutzer oder über ein eigenes System, das Daten vor externem Zugriff schützen soll. Analyst Paolo Pescatore von PP Foresight sieht dennoch ein grundlegendes Spannungsfeld: „Das schafft ein unvermeidliches Spannungsfeld zwischen Komfort und Privatsphäre. Die Herausforderung für Apple besteht darin, die Verbraucher davon zu überzeugen, dass Intelligenz nicht auf Kosten des Datenschutzes gehen muss."

Einschränkungen in der EU und China

Für europäische Nutzer gibt es eine wichtige Einschränkung: Siri AI wird aufgrund von Datenschutz- und Sicherheitsbedenken „zunächst" nicht in der EU auf iPhones oder iPads verfügbar sein. Apple steht im Visier des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act) der Europäischen Union, wobei Regulierungsbehörden das Unternehmen drängen, sein Ökosystem zu öffnen. Auch in China wird der Dienst vorerst nicht verfügbar sein, während Apple an der Klärung regulatorischer Fragen arbeitet.

Neben Siri kündigte Apple weitere Neuerungen an. Dazu zählen neue Kindersicherungseinstellungen, mit denen Eltern Apps, Websites und Kontakte verwalten können. Messaging-Apps werden explizite Bilder standardmäßig unscharf zeichnen und Eltern benachrichtigen. Zudem erhält der Safari-Browser neue KI-Funktionen, etwa die Prüfung, ob Artikel auf einer Website wieder vorrätig sind.

Apple Siri AiWwdc 2025Apple KiSiri UpdateApple AktieChatgpt KonkurrenzApple Digital Markets Act

Disclaimer