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Applied Materials spürt Folgen der Exportauflagen

Strengere US-Regeln dämpfen China-Geschäft, während Umsatztrends für 2026 stabiler wirken

Applied Materials spürt Folgen der Exportauflagen

Die US-Regierung richtet ihre Aufmerksamkeit seit Monaten verstärkt auf ausländische Firmen, insbesondere aus China, die über Tochtergesellschaften versuchen, Exportbestimmungen zu umgehen. Solche Modelle erschweren den Absatz von Chipfertigungsequipment für Applied Materials und Wettbewerber. Da China seit 2020 der größte Abnehmer entsprechender Werkzeuge ist, gelten die Ergebnisse des Unternehmens als Indikator für die zukünftige Nachfrage im Halbleitermarkt. Bereits andere Hersteller wie ASML und KLA hatten vergleichbare Hinweise zu ihren Geschäften in China gegeben.

Analysten gehen dennoch davon aus, dass der Einfluss der Exportauflagen auf den Gesamtumsatz begrenzt bleibt. Der Anteil der China-Erlöse am Konzernumsatz ist inzwischen in den mittleren 20-Prozent-Bereich gesunken, nachdem er in den vergangenen Jahren noch bei rund 40 Prozent lag. Zudem rechnet das Unternehmen mit einer stärkeren Umsatzentwicklung in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026.

Ein temporäres Aussetzen der sogenannten Affiliate-Regel, das nach Gesprächen zwischen den Präsidenten der USA und Chinas beschlossen wurde, ermöglicht dem Unternehmen zusätzliche Verkäufe von rund 600 Millionen US-Dollar im laufenden Geschäftsjahr. Führungskräfte von Applied Materials bestätigten, dass die Aufhebung den Zugang zu bestimmten Kundensegmenten wiedereöffnet. Gleichzeitig verwies das Management darauf, dass ausländische Konkurrenten weiterhin Märkte bedienen, die für Applied Materials aufgrund der US-Vorgaben nicht erreichbar sind.

Analysten betonen, dass unklar bleibt, ob die jüngsten Entwicklungen Anzeichen für Marktanteilsverluste in China darstellen. Applied Materials hält dagegen, dass dies nicht der Fall sei. Vor Kurzem hatte das Unternehmen allerdings einen Umsatzrückgang von 600 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert. Wenige Wochen später reduzierte der Konzern rund 4 Prozent seiner Belegschaft, um die Organisation unter den verschärften Rahmenbedingungen effizienter aufzustellen.

Trotz der aktuellen Belastungen hat die Aktie des Konzerns seit Jahresbeginn um 37,3 Prozent zugelegt. Nach der Vorlage der jüngsten Ergebnisse haben mindestens drei Analysehäuser ihre Kursziele nach oben korrigiert.

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