ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Aramco-Gewinn sinkt trotz höherer Produktion

Niedrigere Rohölpreise drücken das Ergebnis – Gasexpansion und Schuldenaufbau im Fokus

Aramco-Gewinn sinkt trotz höherer Produktion

Der saudi-arabische Ölkonzern Aramco hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang von 2,3 Prozent verzeichnet. Das Unternehmen führte den Rückgang auf niedrigere Rohöl- und Produktpreise zurück. Der Nettogewinn sank auf 101,02 Milliarden Riyal, verglichen mit 103,4 Milliarden Riyal im Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum zweiten Quartal stieg der Gewinn jedoch um rund 19 Prozent, da sowohl Produktionsvolumen als auch Preise für Rohöl, Raffinerieprodukte und Chemikalien zunahmen.

Die gesamte Kohlenwasserstoffproduktion erreichte im dritten Quartal 13,27 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag, nach 12,8 Millionen im zweiten Quartal. Die verbesserte Produktion hängt mit der schrittweisen Lockerung der freiwilligen Förderkürzungen der OPEC+ zusammen. Die Entscheidung des Bündnisses, im Dezember die Fördermenge leicht zu erhöhen und im ersten Quartal des kommenden Jahres keine weiteren Anpassungen vorzunehmen, wurde von Investoren als Zeichen eines möglichen Überangebots gewertet.

Der bereinigte Nettogewinn ohne einmalige Effekte lag bei 28 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die von Analysten erwarteten 26,5 Milliarden US-Dollar. Aramco bekräftigte zudem seine Pläne, die Produktionskapazität für Verkaufsgas bis 2030 um etwa 80 Prozent über das Niveau von 2021 zu steigern. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Gesamtproduktion von Gas und assoziierten Flüssigkeiten dadurch auf rund 6 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag ansteigen wird.

Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist das Jafurah-Projekt, das für Saudi-Arabiens Ziel, ein bedeutender globaler Erdgasakteur zu werden, eine Schlüsselrolle spielt. Kürzlich schloss Aramco eine Leasing- und Rückmietvereinbarung im Wert von 11 Milliarden US-Dollar für die Gasverarbeitungsanlagen des Projekts mit einem internationalen Konsortium ab, dem unter anderem BlackRock’s Global Infrastructure Partners angehören.

Für das dritte Quartal bestätigte Aramco eine Dividendenausschüttung in Höhe von insgesamt 21,3 Milliarden US-Dollar, wovon etwa 200 Millionen an leistungsabhängige Dividenden gebunden sind. Diese Ausschüttungen sind eine wesentliche Einnahmequelle für die Regierung Saudi-Arabiens, die über direkte und indirekte Beteiligungen rund 97,5 Prozent der Unternehmensanteile hält. Trotz Bemühungen zur wirtschaftlichen Diversifizierung bleibt das Königreich in hohem Maße von den Öleinnahmen abhängig, die im vergangenen Jahr 62 Prozent der Staatseinnahmen ausmachten.

Aramco nutzte zudem den Kapitalmarkt, um seine Verschuldung zu erhöhen. Das Unternehmen gab im Mai Anleihen über 5 Milliarden US-Dollar und im September islamische Anleihen über 3 Milliarden US-Dollar aus. Die Gesamtverschuldung belief sich zum 30. September auf 95,1 Milliarden US-Dollar, gegenüber 80,9 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Damit stieg die Verschuldungsquote auf 6,3 Prozent, nach 1,9 Prozent Ende September 2024.

ÖlSaudi AramcoFinanzenGewinneinbruch

Disclaimer