Aramco schließt Milliarden-Deal mit BlackRock-Konsortium
Langfristige Rückvermietung von Jafurah-Anlagen sichert Investoren stabile Einnahmen bis 2045

Saudi-Aramco hat ein Finanzgeschäft über 11 Milliarden US-Dollar mit einem Konsortium unter der Führung von Global Infrastructure Partners (GIP), einem Teil von BlackRock, abgeschlossen. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Lease-und-Leaseback-Abkommen für die Gasverarbeitungsanlagen im Jafurah-Gebiet, das dem saudischen Energiekonzern langfristig neue finanzielle Spielräume verschaffen soll. Die Vereinbarung sieht vor, dass eine neu gegründete Tochtergesellschaft mit dem Namen Jafurah Midstream Gas Company (JMGC) sowohl die Entwicklungs- als auch die Nutzungsrechte für zwei zentrale Einrichtungen übernimmt: die Jafurah Field Gas Plant sowie die Riyas NGL Fractionation Facility. Diese werden anschließend für eine Laufzeit von 20 Jahren an Aramco zurückvermietet.
Mit der Maßnahme setzt der staatliche Ölkonzern eine Reihe ähnlicher Finanzstrategien fort, die es ölproduzierenden Ländern am Golf ermöglichen, kurzfristig Kapital zu generieren, um ihre Volkswirtschaften zu diversifizieren. Zugleich bieten solche Modelle Investoren die Aussicht auf stabile und langfristige Einnahmen. Die Beteiligung an JMGC verteilt sich zu 51 Prozent auf Aramco selbst, während 49 Prozent bei dem von GIP geführten Investorenkonsortium liegen.
Der Hintergrund des Deals ist das ambitionierte Jafurah-Projekt, das auf ein Gesamtvolumen von rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Es gilt als eines der größten Schiefergasprojekte außerhalb der Vereinigten Staaten und spielt eine Schlüsselrolle in Aramcos Strategie, sich verstärkt im globalen Gasgeschäft zu positionieren. Bis zum Jahr 2030 will das Unternehmen seine Gasproduktionskapazität gegenüber dem Stand von 2021 um 60 Prozent steigern. Die Lagerstätte Jafurah soll rund 229 Billionen Standardkubikfuß Rohgas und etwa 75 Milliarden Barrel Kondensat in standardisierter Lagermenge enthalten.
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Zur AktienanalyseBereits im Juli hatten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Aramco kurz vor dem Abschluss einer Finanzierung in Höhe von rund 10 Milliarden US-Dollar mit dem BlackRock-geführten Konsortium stehe. Nun wurde die Vereinbarung offiziell bestätigt. Die Beteiligung internationaler Investoren unterstreicht das zunehmende Interesse an Infrastrukturprojekten im Nahen Osten, insbesondere im Energiesektor.


