ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Arbeitsmarktdaten und Iran-Krise bewegen Märkte – Schnäppchenjagd nach Ausverkauf

Schwache Jobdaten erwartet, Ölpreise steigen wegen Iran-Spannungen. Strategen empfehlen Blick auf vernachlässigte Aktien.

Arbeitsmarktdaten und Iran-Krise bewegen Märkte – Schnäppchenjagd nach Ausverkauf

Die Wall Street blickt mit gedämpften Erwartungen auf den heute verspätet veröffentlichten US-Arbeitsmarktbericht. Das Beschäftigungswachstum scheint ins Stocken geraten zu sein, was in den vergangenen Tagen bereits zu sinkenden Anleiherenditen geführt hat. Die Aktienmärkte dürften zur Eröffnung wenig verändert starten.

Trotz eines globalen Überangebots steigen die Ölpreise angesichts zunehmender Spannungen mit dem Iran. Die USA haben gedroht, weitere illegale Tanker zu beschlagnahmen, die iranische Rohölexporte transportieren. Diese geopolitische Unsicherheit sorgt für Nervosität an den Energiemärkten.

Der vergangene Freitag markierte den stärksten Handelstag für US-Aktien seit Monaten und brachte Erleichterung für Anleger, die auf die KI-getriebene Hausse gesetzt hatten. Nach Marktturbulenzen bestand die Erfolgsstrategie der letzten Jahre meist darin, direkt zu dem zurückzukehren, was zuvor funktioniert hatte.

Vernachlässigte Aktien im Fokus

Doch nach heftigen Ausverkäufen werden oft gerade die vernachlässigten Titel von der Wall Street plötzlich wiederentdeckt. Strategen von Evercore ISI sehen das sogenannte "De-Grossing" großer Fonds als möglichen Katalysator. Dabei werden frühere Gewinner massiv verkauft und gleichzeitig Leerverkäufe von Nachzüglern glattgestellt.

Ein Paradebeispiel liefert die Covid-19-Pandemie, als sich das Konsumverhalten radikal änderte. Unternehmen wie Zoom, Peloton, Shopify und Docusign profitierten enorm davon, dass Menschen zu Hause festsaßen und nicht mehr ins Kino, zum Einkaufen oder Reisen gehen konnten. Für Carnival, Marriott, Cheesecake Factory und Cinemark war dies hingegen verheerend.

Übertriebene Marktbewegungen

Dieser Trade ging jedoch viel zu weit. Bis November 2020, unmittelbar vor Veröffentlichung der ersten vielversprechenden Impfstoffstudien, war ein Korb von Pandemie-Profiteuren um 250 Prozent gestiegen, während exponierte Unternehmen drastisch gefallen waren. Die anschließende Trendwende zeigte, wie schnell übertriebene Marktbewegungen korrigiert werden können.

Für deutsche Anleger bedeutet dies: Nach starken Marktbewegungen lohnt sich der Blick auf vernachlässigte Sektoren. Wenn große Fonds ihre Positionen auflösen, können sich Chancen bei zuvor abgestraften Titeln ergeben.

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