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Ares Capital: 10% Dividendenrendite – Was Anleger jetzt wissen müssen

Die hohe Dividendenrendite von Ares Capital lockt Anleger an – doch das Geschäftsmodell birgt wichtige Besonderheiten.

Ares Capital: 10% Dividendenrendite – Was Anleger jetzt wissen müssen

Ares Capital (NASDAQ: ARCC) zieht mit einer Dividendenrendite von 10% die Aufmerksamkeit vieler Anleger auf sich. Zum Vergleich: Der S&P 500 Index bietet derzeit lediglich eine Rendite von rund 1,1%. Diese enorme Differenz ist kein Warnsignal für eine finanzielle Schieflage – sie erklärt sich vielmehr aus dem besonderen Geschäftsmodell des Unternehmens.

Ares Capital ist eine sogenannte Business Development Company (BDC), eine in den USA verbreitete, aber in Deutschland weniger bekannte Unternehmensstruktur. Ähnlich wie ein Real Estate Investment Trust (REIT) ist eine BDC darauf ausgelegt, Erträge steuerbegünstigt an die Anleger weiterzugeben. Hohe Dividendenrenditen sind bei BDCs daher keine Ausnahme, sondern die Regel – einige Wettbewerber von Ares Capital bieten sogar noch höhere Renditen an.

Was steckt hinter dem Geschäftsmodell?

Wie alle BDCs vergibt Ares Capital Kredite an kleinere Unternehmen, die keinen direkten Zugang zum regulären Kapitalmarkt haben. Dieser eingeschränkte Zugang zu alternativen Finanzierungsquellen erlaubt es Ares, vergleichsweise hohe Zinssätze zu verlangen. Im ersten Quartal 2026 lag der durchschnittliche Zinssatz für das Portfolio bei 10,3% – ein Wert, der die üppige Dividende erst möglich macht.

Im selben Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Anlageertrag von 0,55 US-Dollar pro Aktie und deckte damit die gezahlte Dividende von 0,48 US-Dollar pro Aktie komfortabel ab. Ares Capital gilt als eine der angesehensten und größten BDCs am Markt, weshalb das grundlegende Geschäftsmodell keine besonderen Bedenken hervorruft. Mit über 600 Beteiligungen ist das Portfolio zudem breit diversifiziert.

Dennoch gab es im ersten Quartal 2026 auch eine weniger erfreuliche Entwicklung: Der Wert des Kreditportfolios sank, was zu einem Rückgang des Nettoinventarwerts (Net Asset Value, NAV) um 0,35 US-Dollar pro Aktie führte. Solche Schwankungen sind bei BDCs grundsätzlich normal und werden durch Zinsänderungen sowie die wirtschaftliche Lage der Kreditnehmer beeinflusst.

Steigende Kreditausfälle als Warnsignal

Ein Aspekt verdient besondere Aufmerksamkeit: der Anteil der sogenannten Non-Accrual Loans, also notleidender Kredite, bei denen Schuldner ihre Zahlungen nicht mehr leisten. Dieser Anteil stieg von 1,8% des Portfolios zum Jahresende 2025 auf 2,1% zum Jahresende 2026. Der Anstieg ist moderat, die Tendenz zeigt jedoch in die falsche Richtung.

Es ist zwar üblich, dass BDCs Phasen durchlaufen, in denen kleinere Portfoliounternehmen aufgrund ihrer geringeren Größe und Widerstandsfähigkeit in Schwierigkeiten geraten. Dennoch sollten Anleger diese Kennzahl regelmäßig im Blick behalten. Hinzu kommt, dass die Wall Street zunehmend besorgt über die Risiken am Markt für Privatkredite (Private Credit) ist – einem Segment, in dem Ares Capital aktiv tätig ist.

Dividende ist variabel – Kürzungen sind möglich

Der wohl wichtigste Hinweis für Anleger: Die Dividende von Ares Capital ist nicht garantiert stabil. In der Vergangenheit hat das Unternehmen die Ausschüttung bereits gelegentlich gekürzt, wenn Portfoliounternehmen mit wirtschaftlichen Abschwüngen oder branchenspezifischem Gegenwind zu kämpfen hatten. Experten gehen davon aus, dass solche Kürzungen auch künftig nicht ausgeschlossen sind.

Der Aktienkurs von Ares Capital hat sich historisch betrachtet parallel zur Dividendenentwicklung bewegt. Das bedeutet: Sinkt die Dividende, fällt in der Regel auch der Kurs – die Rendite bleibt dabei jedoch tendenziell erhöht. Für Anleger, die auf stabile und planbare Erträge angewiesen sind, könnte diese Volatilität ein entscheidendes Ausschlusskriterium sein.

Ares Capital ist letztlich darauf ausgelegt, eine hohe Dividende zu zahlen – die jedoch im Zeitverlauf schwanken wird. Wer mit dieser Einkommensunsicherheit leben kann und das BDC-Geschäftsmodell versteht, findet in Ares Capital eine interessante Einkommensquelle. Wer hingegen stabile Ausschüttungen benötigt, sollte trotz der verlockenden Rendite von 10% vorsichtig sein.

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