ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Arm Holdings: Kann die Aktie sich erneut verdreifachen?

Der Chipdesigner profitiert massiv vom KI-Boom – doch lohnt sich ein Einstieg nach der Kursrally noch?

Arm Holdings: Kann die Aktie sich erneut verdreifachen?

Arm Holdings hat sich im Jahr 2026 zu einem der größten Profiteure des KI-Booms entwickelt. Der Aktienkurs des Chipdesigners hat sich seit Jahresbeginn verdreifacht – angetrieben von einer fundamentalen Verschiebung in der KI-Infrastruktur: Hyperscaler, also die großen Cloud-Anbieter wie Amazon, Microsoft und Google, setzen zunehmend auf Zentraleinheiten (CPUs) statt ausschließlich auf Grafikprozessoren (GPUs) und maßgeschneiderte KI-Beschleuniger-Chips.

Diese Entwicklung kommt Arm besonders zugute. Das britische Unternehmen, das Chip-Architekturen lizenziert statt eigene Chips zu produzieren, dominiert seit Langem den Markt für mobile CPUs. Nun gelingt es Arm zunehmend, auch im Rechenzentrumsmarkt Fuß zu fassen – einem Segment, das traditionell von Intel und in geringerem Maße von AMD beherrscht wird.

Energieeffizienz als entscheidender Vorteil

Der Schlüssel zu Arms wachsendem Einfluss in Rechenzentren liegt in der Energieeffizienz seiner Chip-Designs. KI-Rechenzentren sind extrem stromintensiv, weshalb energieeffiziente Lösungen für Betreiber zunehmend attraktiv werden. Arm-basierte CPU-Designs könnten hier zu einer wertvollen Ressource werden und das Umsatzwachstum des Unternehmens künftig weiter beschleunigen.

Auf seinem Investorentag im März schätzte Arm, dass der adressierbare Gesamtmarkt für CPUs in Rechenzentren bis 2031 ein Volumen von 100 Milliarden US-Dollar erreichen wird – verglichen mit 50 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Diese Schätzung könnte sogar konservativ sein: AMD aktualisierte während seiner jüngsten Quartalsergebnisse-Telefonkonferenz seine eigene Prognose für den Server-CPU-Markt auf 120 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2030.

Agentenbasierte KI treibt CPU-Nachfrage

Ein zentraler Wachstumstreiber ist die sogenannte „Agentic AI" – also agentenbasierte künstliche Intelligenz. Bei dieser Form der KI übernehmen autonome Softwareagenten komplexe Aufgaben und kommunizieren dabei intensiv miteinander. CPUs eignen sich besonders gut für die Orchestrierung von GPU-Servern, die Steuerung von Datenströmen und die Bewältigung der Anforderungen in der Maschine-zu-Maschine-Kommunikation.

Eine anschauliche Analogie verdeutlicht die Rollenverteilung: Wenn eine GPU eine spezialisierte Arbeitskraft ist, dann ist die CPU der Manager. Mit der Zunahme agentenbasierter Workloads steigt entsprechend auch der Bedarf an leistungsfähigen CPUs. Intel-CEO Lip-Bu Tan deutete an, dass sich das Verhältnis von CPUs zu GPUs in Rechenzentren künftig verschieben dürfte – was den Markt für Arm-basierte Lösungen weiter vergrößern würde.

Lohnt sich der Einstieg noch?

Nach der beeindruckenden Kursrally stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Wurde die Chance bereits verpasst, oder kann sich die Halbleiteraktie von diesem Niveau aus erneut verdreifachen? Die Marktdynamik spricht grundsätzlich für weiteres Wachstumspotenzial. Der adressierbare Markt für Rechenzentrum-CPUs soll sich laut Arms eigenen Schätzungen bis 2031 verdoppeln, und die strukturellen Vorteile energieeffizienter Arm-Architekturen bleiben bestehen.

Für deutsche Privatanleger ist Arm Holdings an der US-Börse Nasdaq unter dem Kürzel ARM handelbar. Das Unternehmen wurde 2023 von SoftBank an die Börse gebracht und hat seitdem eine bemerkenswerte Kursentwicklung hingelegt. Angesichts der hohen Bewertung nach der Kursvervielfachung sollten Anleger jedoch die Risiken sorgfältig abwägen und die weitere Entwicklung des Rechenzentrumsmarktes sowie den Wettbewerb durch etablierte Anbieter wie Intel und AMD im Blick behalten.

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