Aserbaidschans Ölexporte über BTC-Pipeline sinken um 8,6 Prozent
In den ersten fünf Monaten 2026 transportierte Aserbaidschan 10,6 Millionen Tonnen Öl durch die strategisch wichtige Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline.

Aserbaidschan hat in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 deutlich weniger Öl über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline (BTC) exportiert. Laut offiziellen Daten des statistischen Komitees des Landes wurden 10,6 Millionen Tonnen Öl durch die Pipeline transportiert – ein Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die BTC-Pipeline zählt zu den bedeutendsten Ölexportrouten im kaspischen Raum. Sie verläuft von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku durch Georgien bis zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan und transportiert Rohöl aus den von BP betriebenen Ölfeldern Azeri, Chirag und Guneshli im Kaspischen Meer.
Gesamttransit und Anteil der BTC-Pipeline
Der gesamte Öltransit Aserbaidschans belief sich im Zeitraum von Januar bis Mai 2026 auf 13,8 Millionen Tonnen. Die BTC-Pipeline machte dabei mit 76,8 Prozent den mit Abstand größten Anteil am gesamten Öltransitvolumen des Landes aus. Dies unterstreicht die zentrale Bedeutung dieser Route für Aserbaidschans Energieexporte.
Neben aserbaidschanischem Öl transportiert die BTC-Pipeline auch Transitmengen aus den zentralasiatischen Ländern Kasachstan und Turkmenistan. Diese Volumina sanken im Fünfmonatszeitraum auf 1,856 Millionen Tonnen, verglichen mit 1,934 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Auch hier zeigt sich damit ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Bedeutung für den europäischen Energiemarkt
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Zur AktienanalyseDie BTC-Pipeline spielt für die europäische Energieversorgung eine wichtige Rolle. Das über Ceyhan verschiffte Rohöl gelangt über den Mittelmeerweg zu Raffinerien in Europa und anderen Weltregionen. Aserbaidschan gilt als einer der wichtigsten Öllieferanten für südeuropäische Länder und hat seine Bedeutung als Energiepartner der EU in den vergangenen Jahren weiter ausgebaut.
Der Rückgang der transportierten Ölmengen in den ersten fünf Monaten 2026 spiegelt die Produktionsentwicklung in den Feldern Azeri, Chirag und Guneshli wider, die seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Förderstandorten im Kaspischen Meer zählen und von BP betrieben werden. Offizielle Angaben zu den Hintergründen des Rückgangs wurden in den vorliegenden Daten nicht genannt.


