Asiatische Börsen im Aufschwung dank Chinas Maßnahmen
Zinssenkungen und Konjunkturhilfen treiben Aktienkurse – Rohstoffmärkte bleiben skeptisch

Die asiatischen Börsen verzeichneten am Mittwoch deutliche Kursgewinne, angetrieben durch umfassende Konjunkturmaßnahmen der chinesischen Regierung. Insbesondere die Börse in Shanghai profitierte von der Ankündigung der People's Bank of China (PBOC), die Geldpolitik weiter zu lockern. Der Shanghai-Index stieg um 2,3 Prozent, während der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 2,8 Prozent zulegte. Auch der Hang Seng in Hongkong verzeichnete ein Plus von 2,2 Prozent, nachdem er am Vortag bereits um 4,1 Prozent gestiegen war.
In anderen asiatischen Märkten gab es ebenfalls moderate Kursgewinne. Der taiwanesische Leitindex stieg um 1,3 Prozent, der südkoreanische Kospi legte um 0,1 Prozent zu, und in Tokio konnte der Nikkei-Index einen Anstieg von 0,3 Prozent auf 38.068,22 Punkte verzeichnen. Der breiter gefasste Topix-Index in Tokio stieg ebenfalls leicht um 0,1 Prozent.
Die Maßnahmen der chinesischen Regierung, die größten seit der Corona-Pandemie, umfassen eine Zinssenkung und gezielte Schritte zur Unterstützung des Aktienmarktes sowie des angeschlagenen Immobiliensektors. Diese Anreize haben die Märkte in der Region deutlich belebt. Analysten warnen jedoch vor zu viel Optimismus. Die Experten der UBS betonten, dass Anleger zwar jetzt verstärkt in chinesische Aktien investieren, aber die langfristige Nachhaltigkeit dieser Rally noch unsicher sei.
Parallel zu den Entwicklungen an den Aktienmärkten geriet der Dollar im asiatischen Devisenhandel unter Druck. Schwache US-Konjunkturdaten erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinssenkung durch die US-Notenbank. Infolgedessen stieg der Dollar nur leicht auf 143,31 Yen und verlor 0,2 Prozent auf 7,0171 Yuan. Der Euro legte gegenüber dem Dollar leicht auf 1,1194 zu und stieg ebenfalls gegenüber dem Schweizer Franken um 0,1 Prozent.
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Zur AktienanalyseWährend die Aktienmärkte von den Konjunkturmaßnahmen profitieren, zeigt sich am Rohstoffmarkt ein anderes Bild. Der anfängliche Optimismus über die angekündigten Stimuli in China ließ nach, und Experten betonten, dass weitere fiskalpolitische Maßnahmen notwendig seien, um das Vertrauen in Chinas Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Rohöl der Sorte Brent verbilligte sich um 0,3 Prozent auf 74,96 Dollar je Barrel, und US-Öl der Sorte WTI notierte 0,4 Prozent schwächer bei 71,30 Dollar.

