Asiatische Börsen schließen die Woche mit Verlusten
Chinas Konjunkturmaßnahmen sorgen für Zurückhaltung und Unsicherheit bei den Anlegern

Die asiatischen Börsen haben in der laufenden Woche deutliche Verluste hinnehmen müssen, während die Marktteilnehmer mit Spannung auf anstehende Konjunkturmaßnahmen aus China warten. An den Börsen zeigt sich eine gewisse Zurückhaltung, da die Erwartungen hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung in China gedämpft sind. Der Aktienmarkt in Shanghai beendete den Handel am Freitag mit einem Minus von 3,2 Prozent, was den Stand auf 3.196 Punkte brachte. Auch der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verzeichnete ein Minus von 3,4 Prozent.
Seit Mitte September konnte der chinesische Aktienmarkt eine Erholung um etwa 19 Prozent verzeichnen, angetrieben durch die Hoffnung auf wirtschaftliche Unterstützung seitens der Regierung. Diese Euphorie hat sich jedoch zuletzt abgeschwächt, da Unsicherheiten über den Umfang und die Wirksamkeit der angekündigten Maßnahmen bestehen bleiben. Besonders gespannt ist der Markt auf die für Samstag geplante Pressekonferenz des chinesischen Finanzministeriums, auf der möglicherweise konkrete Details zu weiteren Stützungsmaßnahmen bekannt gegeben werden könnten. China kämpft weiterhin mit einer schwachen Binnennachfrage und strukturellen Problemen im Immobiliensektor, die das Wirtschaftswachstum des Landes belasten.
Auch an der japanischen Börse herrschte zum Wochenschluss eine eher uneinheitliche Stimmung. Der Nikkei-Index, der die 225 größten Unternehmen umfasst, legte um 0,6 Prozent auf 39.606 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index schloss hingegen mit einem leichten Verlust von 0,2 Prozent. Einen starken Auftrieb im Nikkei-Index erzielten die Aktien des Bekleidungskonzerns Fast Retailing, die um 6,1 Prozent zulegten. Das Unternehmen konnte zum dritten Mal in Folge einen Rekordgewinn für das Geschäftsjahr verzeichnen, was das Vertrauen der Anleger stärkte. Auch die Aktien des Chiptester-Herstellers Advantest konnten mit einem Plus von 3,5 Prozent deutlich zulegen und trugen damit zur positiven Entwicklung des Nikkei bei.
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Zur AktienanalyseInsgesamt blieb die Lage an den asiatischen Börsen jedoch von Unsicherheiten geprägt, insbesondere in Erwartung der weiteren wirtschaftlichen Maßnahmen aus China. Anleger scheinen abzuwarten, wie sich die wirtschaftspolitischen Entscheidungen in der Volksrepublik konkret ausgestalten und welche Auswirkungen sie auf den asiatischen und globalen Markt haben werden.


