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Asiatische Börsen unter Druck durch US-Wahl

Unsicherheiten belasten Märkte, politische Instabilität und Zinssorgen verstärken Verluste

Asiatische Börsen unter Druck durch US-Wahl

Die asiatischen Börsen gerieten am Donnerstag unter Druck, da die Unsicherheiten vor den US-Präsidentschaftswahlen die Stimmung der Anleger belasteten. In China endeten die wichtigsten Indizes mit Verlusten. An den japanischen Börsen fielen zwei Technologie-Werte besonders auf – während einer davon zulegen konnte, führte der andere die Liste der Verlierer im Nikkei-Index an. Besonders im Fokus stand die wachsende Wahrscheinlichkeit einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump, die die Unsicherheiten verstärkte.

In Tokio legte der Nikkei-Index leicht um 0,1 Prozent auf 38.154,25 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index notierte hingegen 0,2 Prozent tiefer bei 2.631,50 Punkten. In China verzeichnete die Börse in Shanghai einen Rückgang von 0,7 Prozent und schloss bei 3.280,20 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,9 Prozent auf 3.936,72 Punkte. Die Zinssorgen trugen ebenfalls zur verhaltenen Stimmung bei und führten dazu, dass Händler vermehrt ihre Gewinne realisierten und in Bargeld umschichteten. Kyle Rodda, Senior Analyst bei Capital.com, erklärte, dass sich die kurzfristigen Risiken in den Vermögenspreisen niederschlagen würden.

In Japan richteten sich die Blicke der Marktteilnehmer auch auf die bevorstehenden Unterhauswahlen. Medienberichte deuten darauf hin, dass die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) und ihr Koalitionspartner bei der Wahl am 27. Oktober möglicherweise ihre Mehrheit verlieren könnten, was Sorgen über die politische Stabilität des Landes weckte. Takamasa Ikeda von GCI Asset Management äußerte Bedenken, dass eine Regierung ohne klare Mehrheit Schwierigkeiten haben könnte, Gesetze zu verabschieden, was zu einer "lahmen Ente" führen könnte.

Bei den Einzelwerten konnte der Chiptestgeräte-Hersteller Advantest um 1,63 Prozent zulegen und trug damit wesentlich zum Anstieg des Nikkei bei. Auf der anderen Seite belastete die SoftBank Group mit einem Verlust von 1,94 Prozent den Index.

Im Devisenhandel verlor der US-Dollar im Vergleich zum Yen 0,2 Prozent und stand bei 152,47 Yen. Auch gegenüber dem chinesischen Yuan gab er leicht nach und notierte 0,1 Prozent schwächer bei 7,1169 Yuan. Gegenüber dem Euro zeigte sich der Dollar nahezu unverändert bei 1,0787 Dollar, während er gegenüber dem Schweizer Franken leicht auf 0,8662 Franken stieg.

Am Rohstoffmarkt erholten sich die Ölpreise deutlich. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,2 Prozent auf 75,85 Dollar je Barrel, während das US-Öl der Sorte WTI um 1,3 Prozent auf 71,71 Dollar zulegte. Die Spannungen im Nahen Osten rückten im Vorfeld der US-Wahlen erneut in den Fokus, was zu der Preissteigerung beitrug.

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