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Asiatische Währungen erholen sich bei nachgebendem US-Dollar

Rupie und Ringgit führen die Erholung an, während Anleger den PCE-Inflationsbericht der Fed abwarten.

Asiatische Währungen erholen sich bei nachgebendem US-Dollar

Die meisten asiatischen Währungen haben am Donnerstag leicht zugelegt, nachdem der US-Dollar etwas nachgab. Der Greenback notierte jedoch weiterhin nahe einem 13-Monats-Hoch, was die Erholungsbewegung der regionalen Einheiten begrenzte.

Zu den stärksten Performern zählten der indische Rupie (INR) mit einem Plus von 0,4 Prozent sowie der malaysische Ringgit (MYR), der um 0,5 Prozent zulegte. Anleger nutzten die Gelegenheit, nach der jüngsten Dollar-Rally Gewinne mitzunehmen. Neue Positionierungen hielten sich die meisten Marktteilnehmer jedoch zurück – im Vorfeld des mit Spannung erwarteten US-Berichts zu den persönlichen Konsumausgaben (PCE), dem bevorzugten Inflationsmaßstab der Federal Reserve.

Der US-Dollar-Index sank um 0,1 Prozent auf 101,48, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung den höchsten Stand seit Mai erreicht hatte. Die Märkte preisen weiterhin eine weitere Zinsstraffung durch die Fed in den kommenden Monaten ein. Der PCE-Bericht soll neue Hinweise darauf liefern, ob die Inflation hartnäckig genug bleibt, um die US-Zinsen länger auf einem erhöhten Niveau zu halten.

Ringgit profitiert von Maßnahmen der Zentralbank

Der malaysische Ringgit gehörte zu den stärksten Währungen der Region und baute seine Gewinne weiter aus. Hintergrund sind Maßnahmen der Bank Negara Malaysia, die in dieser Woche Schritte zur Förderung ausländischer Kapitalzuflüsse und zur Rückführung von im Ausland erzielten Gewinnen eingeleitet hatte.

Auch der chinesische Yuan erholte sich leicht: Sowohl USD/CNY als auch der Offshore-Yuan USD/CNH gaben um jeweils rund 0,1 Prozent nach. Weitere asiatische Währungen wie der philippinische Peso (PHP), die indonesische Rupiah (IDR) und der thailändische Baht (THB) legten zwischen 0,1 und 0,4 Prozent zu. Der schwächere US-Dollar verbesserte die Stimmung gegenüber Schwellenländerwährungen in der Region spürbar.

Der südkoreanische Won (KRW) stieg um 0,2 Prozent, gestützt durch eine kräftige Rally am heimischen Aktienmarkt, während der taiwanesische Dollar (TWD) um 0,3 Prozent zulegte. Der japanische Yen (USD/JPY) zeigte sich kaum verändert und notierte weiterhin nahe Mehrjahrestiefs, wobei Händler aufmerksam auf Anzeichen für offizielle Interventionen der japanischen Behörden achteten.

Australischer Arbeitsmarkt überrascht positiv

Der australische Dollar (AUD/USD) bewegte sich kaum um die Marke von 0,69 US-Dollar. Zuvor hatten Daten gezeigt, dass die australische Wirtschaft im Mai 40.300 Arbeitsplätze geschaffen hat – der stärkste Zuwachs seit fünf Monaten. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote unerwartet auf 4,4 Prozent.

Die Zahlen deuten auf einen widerstandsfähigen Arbeitsmarkt hin, änderten jedoch wenig an den Erwartungen für den geldpolitischen Kurs der Reserve Bank of Australia (RBA). Das Analysehaus Capital Economics erklärte, dass die Beschäftigungsdaten die Debatte über den nächsten Schritt der RBA wohl kaum beenden würden. Die anhaltende Kerninflation stütze jedoch weiterhin die Ansicht, dass die Währungshüter noch eine letzte „Versicherungs"-Zinserhöhung vornehmen könnten.

Auch der neuseeländische Dollar (NZD/USD) stabilisierte sich, nachdem das Währungspaar zu Beginn der Woche auf ein Siebenmonatstief gefallen war. Beide sogenannten Antipoden-Währungen – Australischer und Neuseeländischer Dollar – reagieren weiterhin empfindlich auf Verschiebungen bei den US-Zinserwartungen.

Blick auf Iran-Verhandlungen und US-Inflationsdaten

Abseits der regionalen Datenlage beobachteten Anleger aufmerksam die Entwicklungen in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. Gleichzeitig rückt der US-Inflationsbericht am Freitag in den Fokus. Von beiden Ereignissen wird erwartet, dass sie die kurzfristige Stimmung gegenüber dem US-Dollar und den breiteren Devisenmärkten maßgeblich beeinflussen werden.

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