Asiatische Währungen unter Druck: Yen kämpft mit JGB-Krise
Asiatische Währungen zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich. Während der Yen trotz massiver Anleiheverkäufe stabil blieb, fiel die indische Rupie auf ein Rekordtief. Der südkoreanische Won konnte sich hingegen erholen.

Die asiatischen Devisenmärkte präsentierten sich am Mittwoch ohne klare Richtung. Der japanische Yen hielt sich trotz eines dramatischen Ausverkaufs bei japanischen Staatsanleihen (JGBs) stabil, während die indische Rupie auf historische Tiefstände abstürzte. Der US-Dollar-Index verharrte nahe einem Zweiwochentief und setzte seinen nächtlichen Rückgang von 0,8 Prozent fort.
Politische Unsicherheit belastet US-Dollar
Die erneuten Drohungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich Grönland und möglicher Zölle auf europäische Verbündete lösten unter globalen Investoren eine breite "Sell America"-Reaktion aus. Die Futures auf den US-Dollar-Index notierten um 05:21 GMT um 0,1 Prozent tiefer. Diese Entwicklung verschaffte asiatischen Währungen zunächst Rückenwind, doch die Reaktionen fielen unterschiedlich aus.
Japan: Staatsanleihenkrise belastet Yen
In Japan stabilisierte sich das USD/JPY-Währungspaar nach starken Schwankungen in der vorangegangenen Sitzung. Dennoch bleibt der Yen nach einem massiven Ausverkauf japanischer Staatsanleihen unter Druck. Die Renditen langlaufender Schuldtitel, insbesondere der 40-jährigen JGBs, stiegen auf Rekordhöhen.
Investoren zeigen sich besorgt über die wachsenden fiskalischen Verpflichtungen im Rahmen der ausgabenfreundlichen Agenda der neuen Premierministerin Sanae Takaichi. Zu ihren Vorschlägen gehört unter anderem die Aussetzung der nationalen Umsatzsteuer auf Lebensmittel. Bedenken hinsichtlich anschwellender Defizite und Japans massiver Schuldenlast haben starke Verkäufe auf dem Staatsanleihenmarkt ausgelöst. Takaichi rief am Montag vorgezogene Neuwahlen für den 8. Februar aus, um ein stärkeres Mandat zur Durchsetzung ihrer Wirtschaftspläne zu sichern.
Indische Rupie auf Rekordtief
Die indische Rupie verzeichnete die schwächste Performance in der Region. Das USD/INR-Paar legte um 0,3 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch von 91,38 Rupien pro US-Dollar. Globale Handelsspannungen und anhaltende Kapitalabflüsse belasten die Währung des südasiatischen Landes erheblich.
Südkorea: Won erholt sich deutlich
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Zur AktienanalyseInmitten dieser gegenläufigen Entwicklungen zeigte der südkoreanische Won Stärke. Das USD/KRW-Paar gab am Mittwoch um etwa 0,8 Prozent auf 1.468,90 Won nach. Die Erholung folgte auf Kommentare von Präsident Lee Jae Myung, der erklärte, die südkoreanischen Behörden erwarteten eine Aufwertung des Won in Richtung der Marke von 1.400 pro US-Dollar in den kommenden ein bis zwei Monaten. Allerdings räumte er ein, dass innenpolitische Maßnahmen allein den Devisenmarkt möglicherweise nicht vollständig stabilisieren könnten.
Weitere asiatische Währungen gemischt
Der chinesische Yuan zeigte sich wenig verändert. Das Onshore-Paar USD/CNY notierte stabil, während das Offshore-Paar USD/CNH um 0,1 Prozent leicht zulegte. Der Singapur-Dollar (USD/SGD) blieb unverändert. Der australische Dollar legte im AUD/USD-Paar am Mittwoch um 0,1 Prozent zu und profitierte damit leicht von der Dollar-Schwäche.


