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Asien-Pazifik-Immobilien: Kaufinteresse auf Vierjahreshoch - Büros wieder gefragt

CBRE-Umfrage zeigt steigende Investitionsbereitschaft bei Gewerbeimmobilien in der Region.

Asien-Pazifik-Immobilien: Kaufinteresse auf Vierjahreshoch - Büros wieder gefragt

Die Kaufbereitschaft für Immobilien im asiatisch-pazifischen Raum hat 2026 ein Vierjahreshoch erreicht. Laut einer aktuellen Umfrage des Immobilienberatungsunternehmens CBRE stieg die Netto-Kaufabsicht auf 17 Prozent, verglichen mit 13 Prozent im Vorjahr. Treiber dieser Entwicklung sind verbesserte Mietprognosen, reduzierte Angebotspipelines und sich allmählich entspannende Finanzierungsbedingungen.

Besonders bemerkenswert: Büroimmobilien wurden erstmals seit sechs Jahren wieder zum bevorzugten Sektor ernannt. Die gestiegene Vermietungsaktivität macht den Sektor für Investoren wieder attraktiver, nachdem strukturelle Veränderungen und höhere Zinsen die Branche in den vergangenen Jahren belastet hatten.

Die Umfrage basiert auf 442 Antworten von Investoren verschiedenster Bereiche, darunter Private-Equity-Fonds, Staatsfonds und Versicherungsgesellschaften. Zuwächse bei den Kaufabsichten verzeichneten vor allem Südkorea, Australien und Singapur. Japan blieb weiterhin ein stabiler Markt für Immobilieninvestitionen.

Tokio führt Investoren-Rangliste an

Bei den beliebtesten Märkten für grenzüberschreitende Immobilieninvestitionen führt Tokio das siebte Jahr in Folge die Rangliste an. Die niedrigen Fremdkapitalkosten in der japanischen Hauptstadt bleiben ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Sydney folgt auf Platz zwei, während sich Singapur und Seoul den dritten Rang teilen.

Hongkong schaffte es zurück in die Top 5, nachdem die Stadt im Vorjahr aus den Top 10 gefallen war. Investoren aus Festlandchina zeigen besonderes Interesse an Wohn- und Hotelimmobilien in der Sonderverwaltungszone. Auch Unternehmenskäufer aus Greater China kaufen verstärkt Büroimmobilien zur Eigennutzung.

Festlandchina selbst bleibt zwar ein Netto-Verkäufer am Immobilienmarkt, doch die Kaufabsichten in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt stiegen um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies deutet auf eine leichte Erholung des Vertrauens hin.

Steigende Baukosten als größte Herausforderung

Trotz der positiven Entwicklung sehen sich Investoren mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Eskalierende Bau- und Arbeitskosten wurden erstmals als größtes Hindernis genannt. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in Australien, Japan und Singapur, wo die Gesamtbaukosten für Gewerbeimmobilien seit 2020 erheblich gestiegen sind.

Geopolitische Spannungen bleiben ein Sorgenfaktor, insbesondere für Investoren aus Festlandchina und Indien. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum ihrer Heimatmärkte. Chinesische Investoren zeigen sich zudem am meisten besorgt über die allgemeine Wirtschaftslage.

Die sich entspannenden Finanzierungsbedingungen und die Erholung der Vermietungsmärkte könnten jedoch dazu beitragen, dass die Region ihre Attraktivität für internationale Immobilieninvestoren weiter ausbaut.

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