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Asiens Börsen brechen ein: KI-Verluste und Iran-Eskalation belasten

Technologiewerte und geopolitische Spannungen drücken asiatische Märkte – KOSPI verliert bis zu 8,8 Prozent.

Asiens Börsen brechen ein: KI-Verluste und Iran-Eskalation belasten

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Montag deutliche Verluste verzeichnet. Angeführt wurden die Abgaben von Technologie- und KI-Werten, da Anleger nach der jüngsten Sektor-Rallye Gewinne mitnahmen. Gleichzeitig belasteten zunehmende militärische Spannungen zwischen Iran und Israel die Marktstimmung in der gesamten Region.

Die regionalen Märkte folgten damit den extrem schwachen Vorgaben der Wall Street vom Freitagabend. Dort hatten die wichtigsten US-Indizes zwischen 1 % und 4,5 % nachgegeben. Besonders der Technologiesektor verzeichnete die stärksten Einbußen. Zusätzlich schürte ein über den Erwartungen liegender US-Arbeitsmarktbericht – die sogenannten Nonfarm Payrolls – die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen.

KOSPI als schwächster Markt der Region

Der südkoreanische KOSPI-Index war mit einem Minus von bis zu 8,8 % der mit Abstand schwächste Markt in ganz Asien. Hauptverantwortlich dafür waren massive Verluste bei den lokalen Chip-Schwergewichten. Samsung Electronics fiel um 4,7 %, SK Hynix gab um 1,1 % nach. Beide Unternehmen hatten maßgeblich zu den jüngsten Kursgewinnen des KOSPI beigetragen – was den Sektor nun besonders anfällig für Gewinnmitnahmen machte.

Die Verluste von SK Hynix wurden dabei noch begrenzt: Das Unternehmen gab eine Kooperation im Bereich hochentwickelter Chips mit dem KI-Giganten Nvidia bekannt. Dank der starken Performance im Technologiesektor hatte der KOSPI die globalen Aktienmärkte im bisherigen Jahresverlauf weitgehend übertroffen – dieser Vorsprung macht den Index nun jedoch besonders anfällig für Korrekturen.

Nikkei 225 unter Druck – Japans Wirtschaft schwächer als erwartet

Auch Japans Nikkei 225 brach deutlich ein und verlor 3,6 %. Anleger hinterfragten zunehmend, ob die KI-Rallye zu weit gegangen sei. Der Technologiekonzern SoftBank Group gab um 7,5 % nach und gehörte zu den größten Belastungsfaktoren für den Index. Führende Chiphersteller wie SUMCO Corp. und Renesas Electronics fielen jeweils um mehr als 10 %.

Der breiter gefasste japanische TOPIX-Index sank um 2,7 %. Zusätzlich belasteten revidierte Konjunkturdaten: Japans Wirtschaft wuchs im ersten Quartal lediglich um 1,8 % – weniger als die zuvor geschätzten 2,1 %. Rückläufige Unternehmensinvestitionen waren laut den am Montag veröffentlichten Daten der Hauptgrund für die Abwärtskorrektur.

Die schwächeren Wachstumszahlen werfen nun Fragen auf, ob die Bank of Japan in der kommenden Woche genügend Spielraum für eine Zinserhöhung haben wird. Anleger beobachten die Situation genau, da eine geldpolitische Straffung in Japan weitreichende Folgen für globale Kapitalflüsse haben könnte.

Iran-Israel-Konflikt verschärft die Lage

Abseits des Technologiesektors belastete auch die geopolitische Lage die asiatischen Märkte auf breiter Front. Iran und Israel hatten sich am Sonntag gegenseitig mit Luftangriffen überzogen – der erste offene Schlagabtausch seit dem Waffenstillstand von Anfang April. Dies dämpfte die Hoffnungen auf ein dauerhaftes Friedensabkommen erheblich.

US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Sonntag dazu aufgerufen, keine Vergeltung für die iranischen Angriffe zu üben, und verwies dabei auf laufende Fortschritte in den Verhandlungen. Trotz der angespannten Lage stiegen die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 im asiatischen Handel um 0,2 % beziehungsweise 0,7 %. Anleger setzten damit auf eine mögliche Erholung der US-Technologiewerte nach dem starken Einbruch vom Freitag.

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