ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Asiens Börsen erholen sich: KI-Hoffnungen schlagen Nahost-Risiken

Halbleiterwerte führen die Erholung an – Anleger setzen trotz Iran-Eskalation auf den intakten KI-Investitionszyklus.

Asiens Börsen erholen sich: KI-Hoffnungen schlagen Nahost-Risiken

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag deutlich zugelegt. Angeführt von einer kräftigen Erholung bei Halbleiterwerten richteten die Anleger ihren Blick wieder auf das langfristige Thema Künstliche Intelligenz – und ließen die erneuten Spannungen im Nahen Osten weitgehend hinter sich. Neue Anzeichen dafür, dass Chiphersteller eine weitere Investitionswelle vorbereiten, sorgten für frischen Optimismus.

Die geopolitische Lage bleibt dabei angespannt: Neue US-Angriffe auf den Iran lösten Vergeltungsschläge mit Raketen und Drohnen gegen mit den USA verbündete Länder aus. Die Risiken rund um die Straße von Hormus und die weltweite Ölversorgung blieben damit fest im Blickpunkt. Die Anleger ignorierten diese Risiken jedoch weitgehend und konzentrierten sich stattdessen auf die Investitions- und Gewinnprognosen der Unternehmen.

Südkoreas KOSPI mit kräftigem Rebound

Südkorea gab erneut den Ton für den regionalen Handel an. Der KOSPI stieg um beeindruckende 4,2 % und machte damit einen Teil der herben Verluste der Woche wett – nachdem der Index am Donnerstag offiziell in Bärenmarkt-Territorium eingetreten war. Auf Wochensicht steuert der Leitindex dennoch auf ein Minus von über 6 % zu.

Samsung Electronics erholte sich um 4,9 %, nachdem die Aktie den Ausverkauf der Woche angeführt hatte. SK Hynix legte um 1,5 % zu – und das, nachdem das Unternehmen zuvor den Preis für sein US-Hinterlegungsschein-Angebot (ADS) im Volumen von 26,5 Milliarden US-Dollar festgelegt hatte. Die Nachfrage überstieg das Angebot dabei um mehr als das Siebenfache. Die ADSs von SK Hynix werden unter dem Tickersymbol SKHY gehandelt und ermöglichen US-Anlegern einen direkten Zugang zu einem der größten Lieferanten von Nvidia für Speicher mit hoher Bandbreite. Trotz der jüngsten Korrektur verzeichnet die Aktie in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von rund 680 %.

Rückenwind erhielt die Marktstimmung zudem durch die Ankündigung von Micron Technology, die geplanten Investitionen in den USA bis 2035 auf rund 250 Milliarden US-Dollar zu erhöhen, um die Produktion von Speicherchips auszuweiten. Solche Investitionssignale großer Chiphersteller gelten als wichtiger Indikator dafür, dass der KI-Investitionszyklus intakt bleibt.

Japan profitiert von GPIF-Fantasie und Tech-Käufen

Japan folgte Südkorea nach oben: Der Nikkei 225 kletterte um rund 2 % und verringerte seinen Wochenverlust auf etwa 0,9 %. Der breitere TOPIX legte um 0,7 % zu. Zusätzlichen Rückenwind lieferten Berichte, wonach Japans staatlicher Pensionsfonds (Government Pension Investment Fund, GPIF) erwägt, seine Allokation in inländischen Aktien zu erhöhen – ein Signal, das den Markt neben den Technologiekäufen weiter stützte.

Murata Manufacturing stieg um rund 3,9 %. Kioxia Holdings legte um etwa 5,7 % zu, nachdem Bain Capital am Donnerstag seinen Ausstieg beim Flash-Speicher-Hersteller abgeschlossen hatte. Die Märkte in Taiwan blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

Hongkong, China und Australien ebenfalls im Plus

Der Hang Seng in Hongkong kletterte um 1,8 % auf den höchsten Stand seit dem 17. Juni. Auf dem chinesischen Festland legten der Shanghai Shenzhen CSI 300 um 0,2 % und der Shanghai Composite um 0,4 % zu. Anleger positionierten sich im Vorfeld der Handelsdaten der nächsten Woche weiterhin für weitere politische Unterstützungsmaßnahmen aus Peking. Der FTSE Straits Times Singapore stieg um 0,5 %.

Der australische S&P/ASX 200 legte um 0,7 % zu – gestützt durch Uranproduzenten. Hintergrund: Australien und Indien vereinbarten eine Vertiefung ihrer Zusammenarbeit bei Uranexporten. Paladin Energy stieg um rund 5 %, Boss Energy sprang um mehr als 8 % nach oben und Deep Yellow legte um rund 9 % zu. Dies spiegelt den Optimismus wider, dass das Abkommen die langfristige Nachfrage nach australischem Uran parallel zum weltweiten Ausbau der Kernkraft stärken könnte.

Zentralbanken und Ausblick auf die kommende Woche

Die Zentralbanksitzungen der Woche verdeutlichten die divergierenden geldpolitischen Pfade in der Region. Die Bank Negara Malaysia beließ ihren Leitzins unverändert bei 2,75 %. Die Reserve Bank of New Zealand hingegen hob ihren offiziellen Cash Rate um 25 Basispunkte an und signalisierte, dass eine weitere Straffung erforderlich sein könnte.

In der kommenden Woche rücken wichtige Konjunkturdaten in den Fokus: Chinas Handelsdaten für Juni, das BIP für das zweite Quartal, Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion sowie die vorläufige BIP-Schätzung Singapurs, der indische Inflationsbericht für Juni und die Zinssitzung der Bank of Korea dürften die Stimmung an den asiatischen Märkten maßgeblich beeinflussen. An den US-Futures-Märkten stiegen die Nasdaq 100 Futures um 0,3 % und die S&P 500 Futures um 0,1 % im asiatischen Handel – ein weiteres Zeichen, dass die Technologiefantasie rund um KI vorerst die Oberhand behält.

Asien BörsenHalbleiterwerteKi InvestitionenKOSPISamsung ElectronicsSk HynixNikkei 225Micron Technology

Disclaimer