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Asiens Börsen steigen: KOSPI springt 5% dank Tech-Rally

Technologieaktien beflügeln Asiens Märkte – trotz eskalierender Nahost-Spannungen und steigender Ölpreise über 91 Dollar.

Asiens Börsen steigen: KOSPI springt 5% dank Tech-Rally

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch deutlich zugelegt und damit der Erholung der Wall Street gefolgt. Besonders der südkoreanische KOSPI stach mit einem Kurssprung von über 5% hervor. Anleger setzten auf Technologiewerte und blendeten die geopolitischen Risiken im Nahen Osten vorerst aus.

Auslöser der positiven Stimmung war eine starke Nacht an der Wall Street: Der S&P 500 stieg um 0,9% und beendete damit eine dreitägige Verlustserie. Der technologielastige Nasdaq Composite legte um 1,3% zu, der Dow Jones Industrial Average um 0,7%. Kursgewinne bei Nvidia, Micron Technology und anderen Chipherstellern aus dem KI-Sektor stützten die Marktstimmung.

KOSPI und Nikkei führen asiatische Gewinne an

In Südkorea trieben die Chiphersteller Samsung Electronics und SK Hynix den KOSPI auf ein Plus von mehr als 5%. Japans Nikkei 225 kletterte um knapp 2%, der breiter gefasste TOPIX-Index legte 1,3% zu. In China notierte der Shanghai Composite Index 0,5% höher, der Blue-Chip-Index CSI 300 gewann 0,7%. Der Hang Seng Index in Hongkong gab hingegen leicht um 0,4% nach. Australiens S&P/ASX 200 stieg moderat um 0,4%, während der Straits Times Index in Singapur weitgehend unverändert blieb.

Die Erholung erfolgte trotz eines erneuten Anstiegs der Rohölpreise. Brent-Rohöl kletterte auf über 91 US-Dollar pro Barrel, nachdem Berichten zufolge zwei Tanker mit saudischem Rohöl im Roten Meer ihren Kurs änderten. Hintergrund sind Drohungen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen, den Konflikt im Nahen Osten auszuweiten. Analysten warnten, dass eine anhaltende Ölpreisstärke die Inflationssorgen neu entfachen und den Ausblick für die globalen Zentralbanken verkomplizieren könnte.

Japans Exportdaten übertreffen Erwartungen

Zusätzlichen Rückenwind lieferten starke Handelsdaten aus Japan: Die japanischen Exporte stiegen im Juni im Jahresvergleich um 19,3% – und übertrafen damit die Prognosen von 18,6%. Es war der zehnte Wachstumsmonat in Folge, getrieben durch die KI-bezogene Nachfrage nach Halbleiterausrüstung sowie einen schwachen Yen. Die Importe legten um 25,4% zu und lagen ebenfalls über den Erwartungen von 21%. Infolgedessen verzeichnete Japan ein Handelsbilanzdefizit von 406,9 Milliarden Yen, da höhere Rohölpreise die Importkosten in die Höhe trieben.

Im Fokus der Anleger standen am Mittwoch die mit Spannung erwarteten Quartalsergebnisse von Alphabet und Tesla, die im späteren Verlauf des Tages veröffentlicht werden sollten. Die Märkte erhofften sich neue Signale zu KI-Ausgaben, Cloud-Nachfrage und Trends bei Unternehmensinvestitionen. Die US-Aktienindex-Futures notierten im asiatischen Handel am Mittwoch geringfügig schwächer, was auf eine gewisse Vorsicht vor den wichtigen Ergebnissen hindeutete.

Die Erholung an den Aktienmärkten zeigte, dass Anleger bereit waren, geopolitische Risiken kurzfristig auszublenden. Ob die Tech-Rally nachhaltig ist, dürfte maßgeblich von den Quartalszahlen der US-Schwergewichte abhängen.

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