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ASML hebt Prognose 2026 an und erweitert Kapazitäten für KI-Chips

Der weltgrößte Chip-Anlagenbauer übertrifft Quartalsziele deutlich und profitiert massiv von der globalen KI-Nachfrage.

ASML hebt Prognose 2026 an und erweitert Kapazitäten für KI-Chips

ASML, der weltweit größte Zulieferer von Anlagen zur Herstellung von Computerchips, hat am Mittwoch seine Finanzprognosen für das Jahr 2026 deutlich angehoben. Gleichzeitig kündigte das niederländische Unternehmen eine erhebliche Kapazitätserweiterung an. Auslöser ist die anhaltend starke Nachfrage nach Chips für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ASML nun einen Nettoumsatz von 43 bis 45 Milliarden Euro. Das entspricht im Mittelwert einer Steigerung von rund 16 Prozent gegenüber der bisherigen Prognosespanne von 36 bis 40 Milliarden Euro. Diese deutliche Anhebung unterstreicht, wie stark die KI-Welle die Halbleiterindustrie antreibt.

Starke Quartalszahlen übertreffen Erwartungen

Bereits die Ergebnisse für das zweite Quartal fielen besser als erwartet aus. Der Umsatz in den drei Monaten bis zum 30. Juni belief sich auf 9,33 Milliarden Euro (rund 10,90 Milliarden US-Dollar) und übertraf damit die Analystenschätzungen von 8,80 Milliarden Euro spürbar. Auch beim Nettogewinn konnte ASML überzeugen: Er lag bei 2,92 Milliarden Euro und damit deutlich über den erwarteten 2,62 Milliarden Euro laut LSEG-Daten.

Vorstandschef Christophe Fouquet verwies auf einen „extrem starken" Auftragseingang, der direkt auf die Nachfrage nach KI-Chips zurückzuführen sei. „Unsere Kunden wiederum beschleunigen ihre Pläne zum Kapazitätsausbau weiter, was ASML eine verbesserte Sichtbarkeit der längerfristigen Nachfrage verschafft", erklärte Fouquet in einer offiziellen Mitteilung.

ASMLs Schlüsselrolle in der globalen Chipproduktion

ASML nimmt in der Halbleiterindustrie eine einzigartige Stellung ein: Das Unternehmen ist der einzige Hersteller von Systemen für die extrem ultraviolette Lithografie, kurz EUV. Diese Technologie ist unverzichtbar für die Produktion modernster Hochleistungschips. Ohne ASML-Maschinen können führende Chipfertiger wie TSMC, Samsung, SK Hynix und Micron ihre fortschrittlichsten Produkte schlicht nicht herstellen.

Genau diese Kunden liefern sich derzeit ein Rennen um den Kapazitätsausbau, um die rasant wachsende KI-bezogene Nachfrage bedienen zu können. ASML profitiert davon unmittelbar und plant, die Kapazitäten für seine EUV-Flaggschiff-Systeme in den kommenden zwei Jahren um 30 Prozent zu erweitern. Die gleiche Ausbaurate gilt für Deep-Ultraviolet-Anlagen (DUV), die für weniger fortschrittliche Chips sowie von Kunden in China benötigt werden.

Intel setzt erstmals auf neue High-NA-Technologie

Ein weiteres Highlight aus der ASML-Mitteilung betrifft Intel. Vorstandschef Fouquet bestätigte, dass Intel die neue High-NA-Anlage von ASML zur Herstellung einiger seiner fortschrittlichsten „Panther Lake"-Chips einsetzen wird. Dies stellt eine Premiere für diese Technologie dar und zeigt, dass die nächste Generation der EUV-Lithografie nun den Sprung in die kommerzielle Fertigung schafft.

Für Anleger verdeutlichen die Zahlen und Ankündigungen, dass ASML als unverzichtbarer Engpass in der globalen Chiplieferkette weiterhin von der KI-Investitionswelle profitiert. Die Kombination aus Prognoseanhebung, starken Quartalsergebnissen und konkreten Kapazitätsplänen sendet ein klares Signal über die mittelfristige Wachstumsdynamik des Unternehmens.

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