AstraZeneca-Aktie springt 5% nach Studienerfolg bei COPD-Medikament
Tozorakimab trifft Studienziele in zwei Phase-III-Studien – dort, wo Wettbewerber zuvor scheiterten.

Die AstraZeneca-Aktie legte am Donnerstag um knapp 5 Prozent zu, nachdem der britische Pharmakonzern überraschend positive Studiendaten für sein experimentelles Lungenmedikament Tozorakimab veröffentlicht hatte. Das Mittel erreichte in zwei klinischen Studien der Spätphase seine primären Endpunkte – ein bedeutender Meilenstein in der Atemwegsforschung.
Tozorakimab reduzierte laut Unternehmensangaben Schübe der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sowohl bei ehemaligen Rauchern als auch in der Gesamtpopulation signifikant – jeweils im Vergleich zu einem Placebo. COPD ist eine der häufigsten Lungenerkrankungen weltweit und betrifft allein in Deutschland rund sechs Millionen Menschen.
Das Präparat gehört zur Klasse der monoklonalen Antikörper, die gezielt das Protein Interleukin-33 (IL-33) hemmen. IL-33 spielt eine zentrale Rolle bei Entzündungsprozessen in der Lunge und gilt als vielversprechender Angriffspunkt für neue Therapien.
Erfolg dort, wo Konkurrenten scheiterten
Besonders bemerkenswert ist der Erfolg vor dem Hintergrund, dass andere Pharmaunternehmen mit ähnlichen IL-33-Hemmstoffen in klinischen Studien zuvor gescheitert waren. AstraZeneca setzt sich damit in einem umkämpften Forschungsfeld an die Spitze und stärkt seine Position im Bereich Atemwegserkrankungen.
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Zur AktienanalyseFür AstraZeneca, das als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen Großbritanniens gilt, kommt der Erfolg zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Der Konzern baut sein Atemwegsportfolio seit Jahren gezielt aus und sieht COPD als einen der wichtigsten Wachstumsmärkte der kommenden Dekade.
Die positiven Studiendaten dürften nun den Weg zur Zulassung ebnen. Bis zur Markteinführung sind jedoch noch die Einreichung bei den Zulassungsbehörden wie der europäischen EMA sowie die abschließende Bewertung der vollständigen Studiendaten erforderlich.


