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Aurubis-Aktie stürzt nach Salzgitter-Anleihe ab

Umtauschbare Bonds im Wert von 500 Millionen Euro drücken Beteiligung und beenden Übernahmespekulationen

Aurubis-Aktie stürzt nach Salzgitter-Anleihe ab

Die Aktien des deutschen Kupferproduzenten Aurubis sind am Mittwoch deutlich unter Druck geraten, nachdem der Großaktionär Salzgitter 500 Millionen Euro in Form von Anleihen platzierte, die in Anteile von Aurubis umgewandelt werden können. Die Papiere des Hamburger Unternehmens verloren im frühen Handel 6,7 Prozent auf 108,20 Euro und gaben damit sämtliche Kursgewinne ab, die sie zu Monatsbeginn verzeichnet hatten.

Der Schritt von Salzgitter, bislang mit 29,99 Prozent an Aurubis beteiligt, beendete zugleich Spekulationen über eine mögliche Übernahme. Ein Anteil von über 30 Prozent hätte nach geltendem Aktienrecht ein Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre ausgelöst. Durch die Anleihetransaktion könnte sich der Anteil des Stahlkonzerns künftig verringern, falls Investoren die Möglichkeit nutzen, die Wertpapiere in Aurubis-Aktien zu tauschen.

Die ausgegebenen Anleihen haben eine Laufzeit von sieben Jahren und sind bis 2032 begeben. Anleger erhalten einen festen jährlichen Zinssatz von 3,375 Prozent. Die Bonds können zu einem anfänglichen Umtauschpreis von 145,80 Euro je Aurubis-Aktie gewandelt werden. Dieser Preis liegt deutlich über dem aktuellen Börsenkurs und bietet somit eine langfristige Perspektive für Investoren, die auf eine Wertsteigerung des Kupferherstellers setzen.

Mit der Emission zielt Salzgitter darauf ab, seine Finanzierungsstruktur breiter aufzustellen und die Fälligkeiten seiner Verbindlichkeiten zu strecken. Das Unternehmen erklärte, dass die neuen Anleihen im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet werden sollen. An der Börse legten die Aktien von Salzgitter leicht um 0,5 Prozent zu, während Aurubis deutlich nachgab.

An der Transaktion waren mehrere große Banken beteiligt: BNP Paribas, Commerzbank, Deutsche Bank und UniCredit begleiteten das Geschäft als gemeinsame globale Koordinatoren und Bookrunner. Sie übernahmen die Platzierung der Anleihen und die Organisation des Angebots an institutionelle Investoren.

Aurubis, Europas größter Kupferproduzent, hatte in den vergangenen Monaten von den hohen Metallpreisen profitiert. Der deutliche Kursrückgang spiegelt nun die Unsicherheit der Anleger über die künftige Beteiligungsstruktur und mögliche Veränderungen im Aktionärskreis wider. Die neue Anleihe könnte langfristig zu einer Verwässerung der Anteile führen, falls ein erheblicher Teil der Investoren von ihrem Umtauschrecht Gebrauch macht. Der Euro notierte zuletzt bei 0,8595 Dollar.

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