Ausländische Investoren halten US-Staatsanleihen auf Rekordhoch
Im Februar stiegen die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen auf 9,49 Billionen Dollar – ein neues Allzeithoch.

Die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen haben im Februar einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Daten des US-Finanzministeriums, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, stiegen die Bestände auf 9,49 Billionen Dollar – ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vormonat (9,29 Billionen Dollar). Es war der zweite Anstieg in Folge und ein deutliches Signal für die anhaltend starke globale Nachfrage nach US-Schuldtiteln.
Im Jahresvergleich legten die im Auslandsbesitz befindlichen US-Staatsanleihen um 6,6 Prozent zu. Analysten führen dies auf zwei Faktoren zurück: die zu Jahresbeginn gesunkenen Renditen sowie die nach wie vor attraktiven US-Renditen im Vergleich zu anderen entwickelten Märkten. Der Rückgang der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von rund 4,277 Prozent auf 3,962 Prozent im Monatsverlauf dürfte die Kurse der bestehenden Anleihen gestützt und damit die Bestandswerte erhöht haben.
Japan und Großbritannien als Wachstumstreiber
Japan bleibt der größte nicht-amerikanische Halter von US-Staatsanleihen. Die japanischen Bestände stiegen im Februar auf 1,239 Billionen Dollar – den höchsten Stand seit Februar 2022, als sie mit 1,303 Billionen Dollar ihren bisherigen Höchststand erreicht hatten. In 13 der letzten 14 Monate haben japanische Investoren ihre Bestände ausgebaut. Hintergrund ist die anhaltend niedrige Verzinsung im Inland: Japanische Institutionen suchen weiterhin nach höheren Renditen im Ausland, während die Bank of Japan schrittweise versucht, ihre ultra-lockere Geldpolitik zu normalisieren. Verbesserte währungsabgesicherte Renditen haben die Nachfrage laut Analysten zusätzlich gestützt.
Das Vereinigte Königreich, der zweitgrößte ausländische Gläubiger, erhöhte seine Bestände um 2 Prozent auf 897,3 Milliarden Dollar. Großbritannien gilt als wichtiges globales Verwahrungszentrum, und die dortigen Kapitalflüsse werden von Marktteilnehmern häufig als Indikator für die Positionierung internationaler Hedgefonds gewertet.
China reduziert Bestände weiter
Einen anderen Kurs fährt China. Als drittgrößter ausländischer Gläubiger reduzierte die Volksrepublik ihre Bestände im Februar leicht auf 693,3 Milliarden Dollar. Seit Januar 2025 sind die chinesischen Bestände an US-Staatsanleihen um 9 Prozent gesunken. Dieser Rückgang ist Teil eines längerfristigen Trends: China diversifiziert seine Währungsreserven zunehmend weg von US-Vermögenswerten – vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und dem Bestreben, Reserven in andere Währungen und Anlageklassen umzuschichten.
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Zur AktienanalyseInsgesamt verzeichneten die Daten für Februar Nettokapitalzuflüsse in die USA in Höhe von 184,5 Milliarden Dollar. Das ist eine deutliche Trendwende gegenüber dem Januar, für den vorläufige Nettokapitalabflüsse von 25 Milliarden Dollar gemeldet worden waren. Die monatlichen Nettokapitalflüsse könnten jedoch weiterhin volatil bleiben, da geopolitische Entwicklungen die Marktstimmung beeinflussen.
Für deutsche Privatanleger verdeutlichen die Daten, wie bedeutend der Markt für US-Staatsanleihen im globalen Finanzsystem bleibt. Trotz Zinsunsicherheiten und geopolitischer Risiken suchen institutionelle Investoren weltweit weiterhin Sicherheit und Rendite in US-Schuldtiteln – ein Zeichen für die nach wie vor dominante Rolle des US-Dollars als globale Reservewährung.


